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Objektiv-Begriffe einfach erklärt – Was bedeuten F, AF, MF & Co.?

Objektiv-Begriffe einfach erklärt – Was bedeuten F, AF, MF & Co.?

Du schaust dir ein Objektiv an – im Laden, online oder auf YouTube – und überall siehst du diese Buchstaben und Zahlen: F/1.8, AF, STM, HFT-X, E-Mount. Und du fragst dich: Was soll das alles bedeuten?

Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Die Objektivhersteller werfen gerne mit Abkürzungen um sich, als wäre das alles selbstverständlich. Aber für Einsteiger ist das oft ein Rätsel. Heute lösen wir dieses Rätsel und erklären dir ganz einfach, was die wichtigsten Objektiv-Begriffe bedeuten und warum sie für dich wichtig sind.

Der F-Wert: Die vielleicht wichtigste Zahl am Objektiv

Fangen wir mit dem an, was dir überall begegnen wird: dem F-Wert, auch Blende oder Lichtstärke genannt. Auf jedem Objektiv findest du eine Angabe wie "F/1.8", "F/2.8" oder "F/4". Aber was bedeutet das?

Der F-Wert beschreibt, wie groß die Öffnung im Objektiv ist, durch die das Licht auf den Sensor deiner Kamera fällt. Und jetzt kommt der Teil, der viele am Anfang verwirrt: Je kleiner die Zahl hinter dem "F/", desto größer ist die Öffnung und desto mehr Licht kommt durch.

Ein F/1.8 Objektiv hat also eine größere Öffnung als ein F/4 Objektiv. Das klingt erst mal unlogisch – kleinere Zahl, größere Öffnung? Ja, genau so ist es. Der Grund dafür ist mathematisch etwas kompliziert und für den Anfang nicht so wichtig. Merke dir einfach: Kleine Zahl = viel Licht.

Und warum ist das wichtig? Aus drei Gründen. Erstens: Mit einem lichtstarken Objektiv wie F/1.8 kannst du auch bei schlechtem Licht fotografieren. Abends, in Innenräumen, bei Dämmerung – das Objektiv fängt so viel Licht ein, dass deine Bilder trotzdem hell und klar werden. Du musst nicht den ISO-Wert hochdrehen, was zu körnigen, verrauschten Bildern führt.

Zweitens: Du bekommst diesen schönen unscharfen Hintergrund, den du von professionellen Fotos kennst. Bei einer offenen Blende wie F/1.8 ist nur ein schmaler Bereich scharf (zum Beispiel das Gesicht), während der Hintergrund weich und unscharf wird. Das nennt man Bokeh, und es sieht einfach toll aus.

Drittens: Ein lichtstarkes Objektiv ermöglicht dir kürzere Verschlusszeiten. Das bedeutet, deine Fotos werden seltener verwackelt, weil die Kamera das Bild schneller aufnimmt. Besonders wichtig, wenn du ohne Stativ fotografierst oder bewegte Motive hast.

Kurz gesagt: Ein Objektiv mit F/1.8 ist deutlich vielseitiger und leistungsfähiger als eines mit F/4 oder F/5.6. Und das Beste: Bei Festbrennweiten bekommst du F/1.8 zu einem bezahlbaren Preis. Bei Zoom-Objektiven kostet eine ähnliche Lichtstärke oft ein Vielfaches.

AF und MF: Automatisch oder von Hand fokussieren?

Die nächsten beiden Buchstaben, die dir immer wieder begegnen, sind AF und MF. AF steht für Autofokus, MF für Manueller Fokus. Aber was ist der Unterschied?

Autofokus bedeutet, dass die Kamera automatisch scharf stellt. Du drückst den Auslöser halb durch, die Kamera sucht sich den richtigen Fokuspunkt, und wenn alles scharf ist, drückst du ganz durch. Das ist super praktisch für die meisten Situationen – Porträts, Straßenfotografie, Schnappschüsse. Du musst nicht überlegen, du drückst einfach ab, und die Kamera erledigt den Rest.

Moderner Autofokus ist mittlerweile richtig clever. Viele Kameras haben Gesichtserkennung und Eye-Tracking – das bedeutet, die Kamera erkennt automatisch Gesichter und fokussiert auf die Augen. Perfekt für Porträts, denn die Augen sollten immer scharf sein. Das funktioniert sowohl bei Fotos als auch bei Videos.

Manueller Fokus bedeutet: Du stellst selbst scharf. Am Objektiv gibt es einen Ring, an dem du drehst, bis das Bild scharf ist. Das klingt erst mal kompliziert und altmodisch. Aber es gibt Situationen, in denen manueller Fokus besser ist. Zum Beispiel bei Makrofotografie, wo du ganz genau kontrollieren willst, welcher winzige Bereich scharf ist. Oder bei Videos, wo du sanft zwischen zwei Schärfe-Ebenen wechseln willst. Oder bei sehr wenig Licht, wo der Autofokus manchmal Schwierigkeiten hat.

Die gute Nachricht: Die meisten modernen Objektive haben beides. Du kannst zwischen AF und MF umschalten, je nachdem was du gerade brauchst. An vielen Objektiven findest du einen kleinen Schalter mit der Beschriftung "AF/MF" – damit wechselst du zwischen den beiden Modi.

STM: Der leise Autofokus-Motor

Wenn du dich mit Objektiven beschäftigst, wirst du früher oder später über die Abkürzung STM stolpern. STM steht für "Stepping Motor" – zu Deutsch: Schrittmotor. Aber was bedeutet das für dich?

STM beschreibt die Art, wie der Autofokus im Objektiv arbeitet. Ein STM-Motor ist besonders leise und präzise. Das ist vor allem wichtig, wenn du Videos aufnimmst. Stell dir vor, du filmst und der Autofokus muss während der Aufnahme nachstellen. Mit einem alten, lauten Motor würde man das Summen und Brummen im Video hören. Mit einem STM-Motor ist der Fokus praktisch lautlos.

Auch für Fotos hat STM Vorteile: Der Fokus ist schnell, präzise und arbeitet stufenlos. Das bedeutet, er fokussiert nicht in kleinen Sprüngen, sondern ganz sanft und gleichmäßig. Das Ergebnis: Du bekommst zuverlässig scharfe Bilder, ohne dass der Autofokus "pumpt" oder sucht.

Wenn du also ein Objektiv mit STM siehst, weißt du: Der Autofokus ist modern, leise und gut geeignet für Foto und Video.

FN-Button: Deine Abkürzung zu wichtigen Funktionen

Viele moderne Objektive haben einen kleinen Knopf mit der Beschriftung "FN" oder "Fn". FN steht für "Function" – also Funktion. Aber welche Funktion?

Das Tolle am FN-Button: Du kannst ihn selbst belegen. In den Kameraeinstellungen legst du fest, was passieren soll, wenn du diesen Knopf drückst. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Du kannst zum Beispiel einstellen, dass der FN-Button:

  • Den Fokus fixiert, auch wenn du den Auslöser halb gedrückt hältst
  • Zwischen verschiedenen Fokus-Modi wechselt
  • Die Lupe aktiviert, damit du manuell ganz präzise fokussieren kannst
  • Die Belichtung speichert
  • Bestimmte Kamera-Einstellungen aufruft

Der FN-Button ist also eine Art frei programmierbare Taste direkt am Objektiv. Du musst nicht in Menüs wühlen oder an der Kamera herumfummeln – du drückst einfach den Button am Objektiv und hast sofort Zugriff auf die Funktion, die du brauchst. Super praktisch, wenn du schnell arbeiten musst.

ED und HR: Die Gläser für bessere Bildqualität

Jetzt wird's ein bisschen technischer, aber keine Sorge – wir halten es einfach. Wenn du die Beschreibung eines Objektivs liest, findest du manchmal Begriffe wie "ED-Glas" oder "HR-Element". Aber was bedeutet das?

ED steht für "Extra-low Dispersion" – zu Deutsch: Extra niedrige Streuung. ED-Gläser sind spezielle optische Elemente im Objektiv, die chromatische Aberrationen reduzieren. Chromatische was? Ganz einfach: Manchmal siehst du auf Fotos, besonders an kontrastreichen Kanten, farbige Säume – oft lila oder grün. Das sind chromatische Aberrationen, auch Farbfehler genannt. ED-Gläser minimieren diese Farbfehler, sodass deine Bilder klarer und schärfer werden.

HR steht für "High Refractive Index" – zu Deutsch: Hoher Brechungsindex. HR-Elemente sind ebenfalls spezielle Gläser, die bestimmte Farbfehler korrigieren, besonders Magenta-Stiche, die manchmal bei bestimmten Lichtsituationen auftreten können.

Du musst nicht im Detail verstehen, wie diese Gläser funktionieren. Wichtig ist nur: Wenn ein Objektiv ED- oder HR-Elemente hat, bedeutet das, dass der Hersteller sich Mühe gegeben hat, die Bildqualität zu optimieren. Du bekommst schärfere, klarere Bilder mit natürlichen Farben und minimalen Fehlern.

HFT-X: Die Beschichtung gegen Reflexion

HFT-X steht für "High Fidelity Transfer – Extended" und beschreibt die Weiterentwicklung der ursprünglichen Rollei HFT-Beschichtung aus den 1960er-Jahren, die heute gezielt für moderne Sensoren erweitert wurde. Neben deutlich geringerer Reflexion (−42 %) ist sie gezielt auf moderne Sensoren optimiert und sorgt für sauberere Farben, stabilere Hauttöne und weniger spektrale Artefakte.

Mount: Die Verbindung zwischen Kamera und Objektiv

Jetzt kommen wir zu einem bedeutungsvollen Begriff: Mount, zu Deutsch: Bajonett. Der Mount ist die Verbindung zwischen Kamera und Objektiv. Und hier musst du aufpassen, denn nicht jedes Objektiv passt auf jede Kamera.

Die bekanntesten Mounts für spiegellose Kameras sind:

Sony E-Mount: Für alle Sony Alpha-Kameras

Nikon Z-Mount: Für Nikons spiegellose Z-Serie 

Canon RF-Mount: Für Canons spiegellose EOS R-Serie

Fuji X-Mount: Für Fujis X-Serie

Bevor du ein Objektiv kaufst, musst du unbedingt darauf achten, dass der Mount zu deiner Kamera passt. Ein Sony E-Mount Objektiv funktioniert nicht an einer Nikon Z-Kamera – die Anschlüsse sind unterschiedlich. Es gibt zwar Adapter, aber am besten kaufst du direkt das richtige Objektiv für deine Kamera.

Der Mount ist aber nicht nur eine mechanische Verbindung. Er überträgt auch wichtige Daten zwischen Objektiv und Kamera: Die Blendeneinstellung, die Fokus-Information, alle Exif-Daten für deine Bildverwaltung. Eine gute Mount-Verbindung sorgt dafür, dass Kamera und Objektiv perfekt zusammenarbeiten.

EXIF-Daten: Die unsichtbaren Informationen in deinen Fotos

Apropos Daten: Hast du schon mal von EXIF-Daten gehört? EXIF steht für "Exchangeable Image File Format" und beschreibt alle Informationen, die in deinen Bilddateien gespeichert werden.

Wenn du ein Foto machst, speichert die Kamera nicht nur das Bild, sondern auch jede Menge Zusatzinformationen: Mit welchem Objektiv wurde fotografiert? Welche Brennweite? Welche Blende? Welche Belichtungszeit? Welcher ISO-Wert? An welchem Datum und zu welcher Uhrzeit?

Diese EXIF-Daten sind super hilfreich. Wenn du später auf deinem Computer deine Fotos durchschaust, kannst du genau nachvollziehen, mit welchen Einstellungen du fotografiert hast. Das hilft dir zu lernen.

Moderne Objektive übertragen diese Daten automatisch an die Kamera. Du musst nichts einstellen, es passiert einfach im Hintergrund. Und wenn du deine Fotos später in Lightroom oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm öffnest, siehst du alle diese Informationen auf einen Blick.

Filtergewinde: Für Schutz und kreative Effekte

Am vorderen Ende deines Objektivs findest du oft eine Angabe wie "Ø 62 mm" oder "Ø 77 mm". Das ist das Filtergewinde. Aber wofür brauchst du das?

 

Auf dieses Gewinde kannst du Filter schrauben. Die bekanntesten sind:

UV-Filter: Schützen die Frontlinse vor Kratzern, Schmutz und Fingerabdrücken. Viele Fotografen lassen permanent einen UV-Filter auf dem Objektiv, einfach als Schutz.

Polfilter: Reduzieren Spiegelungen (zum Beispiel auf Wasser oder Glas) und machen den Himmel satter blau. Super für Landschaftsfotografie.

ND-Filter: Neutral Density Filter verdunkeln das Bild, damit du auch bei hellem Licht lange belichten kannst. Perfekt für Langzeitbelichtungen von Wasserfällen oder Wolken.

USB-C: Firmware-Updates leicht gemacht

Eine moderne Entwicklung bei Objektiven ist der USB-C Anschluss. Manche Objektive haben an der Seite einen kleinen USB-C Port. Wofür?

Über diesen Port kannst du Firmware-Updates für dein Objektiv durchführen. Firmware ist die Software, die im Objektiv läuft und steuert, wie der Autofokus arbeitet, wie das Objektiv mit der Kamera kommuniziert und so weiter. Genau wie bei deinem Smartphone oder Computer gibt es manchmal Updates, die Verbesserungen oder Fehlerbehebungen bringen.

Mit einem USB-C Anschluss ist das super einfach: Du verbindest das Objektiv direkt mit deinem Computer, lädst die neue Firmware herunter, kopierst sie aufs Objektiv – fertig. Das dauert oft nur 30 Sekunden. Du brauchst kein spezielles Dock, keine zusätzliche Software, nichts. Einfach Kabel rein, Update drauf, fertig.

Vollformat und APS-C: Die Sensorgröße macht's

Ein letzter wichtiger Begriff, den du kennen solltest: Vollformat. Manche Objektive sind für Vollformat-Kameras entwickelt, andere für APS-C-Kameras. Was ist der Unterschied?

Vollformat-Sensoren sind größer (36 x 24 mm) als APS-C-Sensoren (ca. 24 x 16 mm). Ein Vollformat-Objektiv deckt den größeren Sensor komplett ab. Ein APS-C-Objektiv ist für den kleineren Sensor gemacht und deckt nicht den ganzen Vollformat-Sensor ab.

In der Praxis bedeutet das: Ein Vollformat-Objektiv funktioniert sowohl an Vollformat- als auch an APS-C-Kameras. Ein APS-C-Objektiv funktioniert nur an APS-C-Kameras (oder an Vollformat-Kameras im Crop-Modus).

Die gute Nachricht: Die Rollei 24 mm, 35 mm und 85 mm Objektive sind Vollformat-Objektive. Das bedeutet, sie funktionieren an allen Sony E-Mount bzw. Nikon Z-Mount Kameras, egal ob Vollformat oder APS-C. Du bist also flexibel, falls du irgendwann die Kamera wechselst.

Alles klar? Fast!

Eine Menge Information. Aber jetzt weißt du, was die ganzen Buchstaben und Zahlen auf Objektiven bedeuten. Du musst nicht alle technischen Details auswendig können. Aber es hilft, die Grundbegriffe zu verstehen, damit du weißt, was du kaufst und warum bestimmte Features wichtig für dich sind. Eine lichtstarke Blende, ein moderner Autofokus, gute optische Elemente – all das macht den Unterschied zwischen mittelmäßigen und richtig guten Fotos.

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