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Aktion beendet.

Die meisten Wildlife-Fotos verfolgen dasselbe Ziel: maximale Schärfe. Doch manchmal entsteht genau dann ein spannendes Bild, wenn eben nicht alles perfekt eingefroren ist.

Naturfotograf Chris Kaula war an einer Feuchtwiese unterwegs, um genau das auszuprobieren: kreative Mitzieher von fliegenden Vögeln. Statt ultrakurzer Verschlusszeiten kamen hier bewusst lange Belichtungszeiten zum Einsatz – kombiniert mit kontrollierten Schwenks und viel Geduld.

Das Ergebnis: dynamische Bilder mit Bewegung, Atmosphäre und einem Look, der sofort auffällt.

Warum Mitzieher in der Vogelfotografie so spannend sind

Mitzieher leben davon, Bewegung sichtbar zu machen. Während der Vogel durch das Mitziehen relativ scharf bleibt, verschwimmt die Umgebung in weichen Linien und Strukturen.

Gerade in der Vogelfotografie funktioniert das überraschend gut – vor allem bei größeren und langsameren Arten wie Gänsen oder Störchen.

„Der Körper bleibt oft relativ ruhig, während die Flügel Bewegung zeigen. Genau dadurch entsteht diese Dynamik im Bild“, erklärt Chris während unseres Shootings.

Anders als klassische Wildlife-Aufnahmen geht es hier nicht um technische Perfektion. Es geht darum, Geschwindigkeit sichtbar zu machen.

Die Technik dahinter: Langsame Verschlusszeit statt Serienbild-Marathon

Für Mitzieher nutzt Chris bewusst lange Verschlusszeiten – teilweise bis zu einer Zehntelsekunde.

Wichtig ist dabei vor allem eines: Die Bewegung des Vogels möglichst sauber mitzuführen. Der Fokuspunkt bleibt konstant auf Kopf oder Körper, während die Kamera exakt mit der Flugbewegung mitschwenkt. Klingt simpel, braucht in der Praxis aber einiges an Übung. Und natürlich gehört auch Ausschuss dazu. „Man macht extrem viele Bilder und hofft auf diesen einen perfekten Moment“, sagt Chris lachend.

Besonders wichtig: Nicht immer mit maximaler Brennweite arbeiten. Oft wirken Mitzieher stärker, wenn bewusst etwas Umgebung im Bild bleibt – etwa Wiesen, Wasserflächen oder Herbstlaub. Erst diese Strukturen sorgen später für die sichtbare Bewegung im Bild.

Warum ein stabiles Setup bei Mitziehern hilft

Wer längere Zeit mit schweren Teleobjektiven arbeitet, merkt schnell: Freihand wird anstrengend. Gerade bei kontrollierten Schwenks hilft deshalb ein stabiles Stativ enorm. Nicht unbedingt, um komplett statisch zu fotografieren – sondern um die Bewegung ruhiger und kontrollierter auszuführen. Zum Einsatz kam dabei die neue Lion Rock Pro Instinct Serie mit Kugelkopf und Videoneiger.

Vor allem beim Mitziehen macht sich die Stabilisierung einer Achse bemerkbar. Kleine Wackler werden reduziert und die Bewegung wirkt deutlich kontrollierter. Chris wechselte während des Shootings außerdem zwischen Kugelkopf und Videoneiger – je nachdem, wie frei oder gedämpft die Bewegung sein sollte.

Geduld schlägt Technik

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis des Tages: Gute Mitzieher lassen sich kaum erzwingen. Man wartet. Beobachtet. Probiert verschiedene Verschlusszeiten aus. Und manchmal passiert minutenlang nichts. Doch genau diese Ruhe gehört zur Naturfotografie dazu.

Besonders spannend wurde das Shooting deshalb erst später am Abend, als das Licht weicher wurde und die Stimmung über der Feuchtwiese ruhiger wirkte. Denn Mitzieher funktionieren nicht nur über Bewegung – sondern auch über Atmosphäre.

Wenn du die Technik selbst ausprobieren möchtest: Starte mit größeren Vögeln wie Gänsen oder Möwen, arbeite mit längeren Verschlusszeiten und hab keine Angst vor Ausschuss. Genau darin liegt oft der Reiz dieser Art der Fotografie.

 

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