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Wer schon einmal nach einem wirklich guten Stativ gesucht hat, kennt das Problem: Es gibt nicht das eine perfekte Modell für alle Situationen.

Das eine Stativ soll möglichst leicht sein, damit man es auf Reisen oder Wanderungen überhaupt mitnimmt. Das andere soll maximale Stabilität bieten — etwa für große Teleobjektive, Wind oder Videoaufnahmen.

Und genau deshalb unterscheiden sich auch die verschiedenen Lion-Rock-Modelle. Fotograf Stephan Wiesner hat die Stative in den vergangenen Jahren in ganz unterschiedlichen Situationen genutzt — von Mallorca über Island bis Norwegen, vom kleinen Reise-Setup bis zur Tierfotografie mit langen Brennweiten.

In seinen Videos wird dabei schnell klar: Die Frage ist nicht unbedingt, welches Stativ „das beste“ ist. Sondern eher: Welches passt am besten zu deiner Art zu fotografieren? Denn letztlich ist ein Stativ immer ein Kompromiss aus:

  • Gewicht
  • Stabilität
  • Arbeitshöhe
  • Packmaß
  • und natürlich auch Preis.

Und genau deshalb kann ein ultrakompaktes Traveler für die eine Person perfekt sein — während jemand anderes bewusst zum größeren Instinct greift, weil Stabilität und Traglast wichtiger ist als jedes eingesparte Gramm.

Das Lion Rock Pro & Traveler Pro

Beim Traveler Pro steht vor allem ein Gedanke im Mittelpunkt: Ein Stativ bringt nichts, wenn es zuhause bleibt. Deshalb ist das Traveler konsequent auf Mobilität ausgelegt. Die flachen Carbon-Beine sorgen für ein besonders kompaktes Packmaß und machen das Stativ interessant für:

  • Reisen
  • Handgepäck
  • kleine Rucksäcke
  • City-Trips
  • leichtere Kamera-Setups

Genau darüber spricht Stephan Wiesner auch in seinem Mallorca-Video: kleiner Rucksack, kleine Fuji-Ausrüstung, wenig Gewicht — und trotzdem ein Stativ, das sich jederzeit einsetzen lässt.

Besonders spannend ist dabei der Kompromiss, den das Traveler eingeht: Es bleibt leicht und kompakt, erreicht aber trotzdem eine angenehme Arbeitshöhe auf Augenhöhe. Denn genau das betont Wiesner mehrfach: Zu niedrige Stative wirken im Alltag oft erst praktisch — bis man dauerhaft in unbequemen Perspektiven arbeitet oder beim Fotografieren und Filmen ständig Höhe fehlt.

Gleichzeitig bleibt das Traveler flexibel genug für bodennahe Perspektiven. Die Mittelsäule lässt sich entfernen, sodass auch Makro-Aufnahmen oder tiefe Perspektiven am Wasser problemlos möglich bleiben. Ein weiterer Punkt: Gerade auf Reisen zählt jedes Gramm. Gleichzeitig möchte man aber nicht das Gefühl haben, mit einem „Mini-Stativ“ unterwegs zu sein. Und genau diesen Mittelweg versucht das Traveler Pro zu treffen.

Das klassische Lion Rock Pro geht dagegen etwas stärker in Richtung maximale Stabilität und Outdoor-Einsatz. Stephan Wiesner hat das Stativ unter anderem auf Senja in Norwegen eingesetzt — bei Schnee, Wind, Wasser und anspruchsvollen Bedingungen.

Dort zeigt sich auch die eigentliche Stärke der Lion-Rock-Pro-Serie: Sie kombiniert eine hohe Stabilität mit einem Gewicht, das trotzdem noch tourentauglich bleibt. Wiesner beschreibt das selbst als einen „sehr guten Kompromiss“ zwischen leicht genug zum Tragen und stabil genug für schwierige Bedingungen.

Besonders bei Landschaftsfotografie, Langzeitbelichtungen oder Arbeiten an windigen Küsten spielt das Lion Rock Pro seine Vorteile aus. Dazu kommen Features wie die wetterresistente Konstruktion mit doppelten Dichtungen, die markanten Krallenfüße für schwierigen Untergrund sowie der große Haken für Zusatzgewicht am Stativ.

Das Lion Rock Instinct

Beim Instinct verschiebt sich die Priorität spürbar. Hier geht es weniger darum, möglichst kompakt zu sein — sondern darum, mehr Reserven zu haben. Gerade bei Tierfotografie und langen Brennweiten wird das wichtig. Denn mit großen Teleobjektiven bringt nicht nur die Kamera selbst deutlich mehr Gewicht mit. Auch kleinste Bewegungen werden plötzlich sichtbar. Wind, instabiler Untergrund oder ausgefahrene Beinsegmente können dann schnell darüber entscheiden, ob ein Bild wirklich scharf wird oder eben nicht.

Genau deshalb beschreibt Wiesner das Instinct immer wieder als das Stativ für Fotografen, die bewusst mehr Stabilität wollen. Ein wichtiger Punkt dabei: Durch die größere Arbeitshöhe müssen die dünnsten Beinsegmente oft gar nicht vollständig ausgefahren werden. Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, macht in der Praxis aber einen enormen Unterschied.

Mehr Reserve bedeutet:

  • mehr Stabilität,
  • ruhigeres Arbeiten,
  • und mehr Sicherheit bei langen Brennweiten.

Gerade bei Wildlife- oder Naturfotografie ist genau das oft wichtiger als das letzte bisschen Packmaß. Wer mit 400 mm, 600 mm oder größeren Setups arbeitet, merkt schnell: Stabilität ist Teil der Bildqualität.

Genau dafür wurden die Instinct-Modelle entwickelt — für Fotografen, die viel draußen unterwegs sind, aber trotzdem große und schwere Ausrüstung nutzen. Auch optisch richtet sich die Serie klar an Natur- und Wildlife-Fotografen. Die dunklen Grüntöne reflektieren weniger Licht und passen sich unauffällig der Umgebung an.

Foto oder Video? Der Kopf macht den Unterschied. 

Spannend ist außerdem: Beim Instinct bleibt das eigentliche Stativ identisch — je nach Einsatzgebiet unterscheidet sich vor allem der Kopf.

Für Fotografen gibt es den klassischen Kugelkopf mit separater Panorama-Ebene. Gerade bei Landschafts- oder Panorama-Aufnahmen ist das extrem praktisch, weil sich die Kamera sauber horizontal drehen lässt, ohne dass der Horizont verkippt.

Die Video-Version setzt dagegen auf einen speziellen Videokopf mit Schwenkarm und Schnellwechselsystem. Gerade Creator, die häufig zwischen Stativ und Handheld wechseln, profitieren davon enorm.

Ein Tipp von Stephan Wiesner: Mehr Stabilität durch Zusatzgewicht

Ein Detail, das in mehreren Videos auftaucht: Der Haken an der Unterseite des Stativs. Gerade bei Wind — etwa an der Küste, in Island oder im Gebirge — kann ein eingehängter Fotorucksack das gesamte System deutlich stabiler machen.

Wichtig dabei: Der Rucksack sollte den Boden berühren und nicht frei schwingen. Denn nur dann wirkt er wirklich wie ein zusätzlicher Anker.

Fazit: Welches Lion Rock passt besser zu dir?

Die wichtigste Erkenntnis aus den Videos von Stephan Wiesner ist wahrscheinlich: Es gibt nicht das „beste“ Stativ für alle. Sondern unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Prioritäten. Wenn du möglichst leicht unterwegs sein möchtest, viel reist oder ein kompaktes Setup bevorzugst, ist das Traveler Pro oder das Pro extrem spannend.

Wenn du dagegen mit langen Brennweiten arbeitest, besonders in dem Wildlife-Bereich tätigt bist oder maximale Stabilität suchst, spielt das Instinct seine Stärken aus. Und genau deshalb hängt die richtige Entscheidung am Ende weniger von technischen Daten ab — sondern viel stärker davon, wie und wo du fotografierst oder filmst.

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