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Makrofotografie lernen: kompletter Guide für den schnellen Einstieg

Mrz 1, 2019 | Tierwelt

Makrofotografie: die Kunst, kleine Lebewesen und Objekte mithilfe der richtigen Objektive, Tipps und dem geschulten Auge so abzulichten, dass sie riesig und detailreich eingefangen werden. So erkennt man auf den fertigen Bildern selbst kleine Details, die man auf herkömmlichen Pflanzen- und Tierfotos oder mit dem bloßen Auge niemals erkennen würde. Kein Wunder also, dass die Natur ebenso im Frühling und Sommer aufblüht wie ihre liebsten Motive in der Flora und Fauna.

Auch die Beleuchtung spielt eine entscheidende Rolle – sowohl bei Indoor- als auch bei Outdoor-Shootings. Doch nicht nur Naturfotografen nutzen die Makrofotografie für tolle Tierbilder und Pflanzenbilder.

Auch alltägliche Gegenstände, Menschen und andere Objekte können mysteriös und begeisternd zugleich anmuten, wenn man sie als Großaufnahme einfängt. Wie man ein Auge für die Details auf einem Makrofoto entwickelt, eine Anleitung mit hilfreichen Tipps und was man außer Objektiven noch an Ausrüstung braucht, dass verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was ist Makrofotografie? 

Sobald es draußen wärmer wird, fängt es wieder an zu summen und zu brummen, zu krabbeln und zu hüpfen.

Manchmal treibt es einen in den Wahnsinn und ein anderes Mal entzückt einen die vielfältige und lebendige Schönheit.

Die wärmere Zeit des Jahres hat ein beachtliches Aufgebot an Insekten zu bieten, welche so häufig wie keine andere Spezies auf unserem Planeten vertreten ist.

Insekten und Tiere als Großaufnahme zu fotografieren bietet eine fast unerschöpfliche Motivvielfalt und umfasst auch einige Herausforderungen, die es als angehender Makrofotograf zu überwinden gilt.

Die Makrofotografie ist besonders gut dafür geeignet, den Lebensraum dieser kleinen Wesen zu erkunden und zu visualisieren.

Neben Insekten können auch Spinnentiere, Amphibien, Reptilien, Pflanzen und Pilze hervorragende Makro-Motive sein, um auf der großen Leinwand dargestellt zu werden.

  • Doch wie ist die richtige Vorgehensweise bei dieser Art der Fotografie?
  • Welche Ausrüstung wird für die erfolgreiche Fotografie kleinen Dingen benötigt?
  • Welche Objektive bieten sich an
  • Welche weiteren Tipps können wir Ihnen geben?

Equipment für die Makro-Fotografie: Objektiv & Kamera 

Die Ausrüstung ist neben dem richtigen Auge natürlich nur die halbe Miete für faszinierende Großaufnahmen in der Natur oder im Studio.

Dennoch ist ein grundlegendes Know-How über die Technik (Kamera, Objektiv & Co.) wichtig.

Laut DIN 19040 der Makrofotografie gilt alles im Maßstab zwischen 1:10 und 10:1 als Makro.

Doch das, was man typischerweise als Makrofotografie versteht (also die detailreiche Abbildung von Dingen, die man mit dem Auge kaum erkennen kann) beginnt erst ab einem Abbildungsmaßstab von 1:1.

Geeignet sind grundsätzlich erst einmal nahezu alle Kameras – ob nun Spiegelreflexkamera oder Systemkamera.

Als beste Kamera für die Makrofotografie hat sich aber eine gute DSLR oder DSLM mit der Option, das Objektiv für die optimale Makrofotografie wechseln zu können, herausgestellt.

Doch die gute Nachricht ist: grundsätzlich sind beeindruckende Makrofotos auch mit einfachem und nicht allzu hochpreisigem Equipment zu erzielen.

Wesentlich wichtiger als die Kameraart ist das richtige Objektiv für die Makrofotografie, welches die Bildqualität erheblich beeinflusst.

Optimal ist es, ein spezielles Makro-Objektiv zu nutzen oder – falls gerade nicht zur Hand – ein Objektiv für Nahaufnahmen, das sich entsprechend einsetzen lässt.

Denn natürlich kann man einen hohen Abbildungsmaßstab schon dadurch erzielen, dass man einfach nah an das Objekt herangeht.

Doch die meisten handelsüblichen Objektive können auf kurzen Distanzen nicht mehr scharf stellen.

Makroobjektive sind hingegen auf eine gute Qualität auf kurzen Distanzen optimiert – meist bis zu einem Maßstab von 1:1. Alternativ zum Makroobjektiv kann man als Einsteiger auch den Auszug normaler Objektive mit Zwischenringen oder Balgen verlängern und macht so eine Standard-Festbrennweite makrofähig.

Sie besitzen allerdings keine optischen Elemente und sorgen lediglich dafür, dass der Abstand zwischen Rücklinse und Sensor größer wird.

Dadurch verkürzt sich die Naheinstellgrenze. Daraus folgt, dass das Objekt wieder dichter heranrückt und dadurch einen größeren Abbildungsmaßstab erreicht.

Für 2:1 benötigt man dann z.B. schon Retroadapter. Diese empfehlen sich aber auch, wenn man sich erstmal als Neueinsteiger an die Fotografie von kleinen Objekten herantasten möchte, da sie wesentlich preiswerter als ein echtes Makroobjektiv sind.

Mit ihnen kann man normale Objektive spiegelverkehrt an der Kamera befestigen und sich durch diese DIY-Lösung einen Abbildungsmaßstab von 2:1 „erbasteln“.

Und das teilweise in sehr guter Qualität. Für Canon Kameras gibt es Retroadapter mit Übertragung von Blende und AF, bei Nikon und anderen Herstellern sollte man ein Objektiv mit Blendenring einsetzen.

Vergessen sollte man hier aber nicht, das Objektiv dann mit einem UV-Filter als Linsenschutz zu versehen.

Die UV Filter von Rollei sind farbneutral, mehrfach vergütet und wesentlich günstiger als ein neues Objektiv.

Es kommt beim Objektiv für die Makrofotografie also wirklich nicht auf die Marke an. Sie erhalten passende Makroobjektive für Nikon, für Canon, Sony, Fuji und alle anderen erhältlichen Kameramarken.

Im Zweifel und mit ein paar Abstrichen können Sie ein Makroobjektiv für Nikon mit einem Adapter auch an einer Canon montieren – und umgekehrt.

Zu erkennen sind spezielle Makroobjektive an der Bezeichnung 1:1, welches den o.g. Abbildungsmaßstab bezeichnet.

Es besteht dadurch die Option, das Bildmotiv in Originalgröße, also im Maßstab 1:1, auf dem Sensor abzubilden.

Das macht diese Objektive zu etwas Besonderem. Das Objekt wird auf dem Sensor so groß abgebildet, wie es tatsächlich ist. Bei einem Vollformatsensor entspräche dies 36 mm auf 24 mm.

Meist handelt es sich bei passenden Makro-Objektiven um Festbrennweiten, die sich zwischen 60 mm und 200 mm Brennweite bewegen und eine sehr geringe Naheinstellgrenze haben.

Natürlich können Sie Makroobjektive auch einsetzen, um das Motiv noch größer abzubilden, das beeindruckende Facettenauge einer Fliege entfaltet seine Wirkung oftmals erst Maßstab 2:1.

Hier arbeitet man also mit einem Abbildungsmaßstab, der das Motiv auf dem Sensor doppelt so groß abbildet, wie es in Natura ist.

Welches Objektiv sollten Sie für die Makrofotografie nutzen

Hier gibt’s eine kurze Auflistung der gängigen Brennweiten.

Berücksichtigen sollte man außerdem, dass es vor allem auch von der genauen Wahl des Motivs und der gewünschten Stimmung abhängt, zu welchem Objektiv man greifen sollte.

Hier sollte man sich einfach Folgendes merken: Je länger die Brennweite, desto einfacher ist es das Stativ zu positionieren, ohne das Motiv zu verscheuchen oder es durch den Schatten des Objektivs zu verdunkeln.

  • Kurze Brennweite: 30mm bis 50mm
  • Standard-Brennweite: 60 mm bis 105 mm
  • Telemakroobjektive: 150 mm bis 200mm
  • Bei schnell flüchtenden Insekten: 105 mm oder 180 mm Objektiv, für einen Mindestabstand zwischen Objektiv und Motiv zwischen 30 cm und 50 cm

Sollte der Wunsch bestehen, ein gutes Foto von etwas so kleinem wie Blattläusen zu fotografieren, reicht der Maßstab von 1:1 natürlich auch nicht aus, sodass ein Lupenobjektiv zum Einsatz kommen sollte.

Alternativ kann auch ein Telekonverter zwischen Objektiv und Kamera eingesetzt werden. Diese Konverter verlängern die Brennweite und die Offenblende, um den jeweiligen Faktor.

Bei einem 90 mm Makro-Objektiv würde ein 1,4-fach Konverter 126 mm, ein 1,7-fach Konverter 153 mm und ein 2-fach Konverter 180 mm erzeugen.

Die Naheinstellgrenze verändert sich nicht, die Brennweite erhöht sich – und somit kommt man dem Motiv näher.

Wer sich noch keine eigenen Makroobjektive zulegen, sondern erst einmal ins Thema Makrofotografie „hineinschnuppern“ möchte, sollte mit einem vergleichsweise günstigen Retroadapter experimentieren.

Dieser wird benötigt, um das oftmals zum Gehäuse mitgelieferte Kitobjektiv „verkehrt herum“ montieren und als Makro-Objektiv einsetzen zu können.

Eine weitere Option wären noch die Nahlinsen oder Achromaten.

Bei einer Nahlinse handelt es sich (salopp gesagt) um Lupen, die vor das Objektiv geschraubt werden, um so die Naheinstellgrenze zu verringern

Nahlinsen geben die Möglichkeit, näher an das Motiv zu gelangen.

Diese Hilfsmittel kann man auch vor Standardobjektive setzen, um daraus ein Makro-Objektiv zu machen.

Weiteres wichtiges Fotozubehör sind der Fernauslöser, evtl. ein kleiner Reflektor, einen Bohnensack und / oder ein Stativ – auf diese Gegenstände gehen wir aber im weiteren Verlauf dieses Artikels noch gesondert ein.

Diese Makrofotografie Tipps führen zu besseren Ergebnissen

Stativ oder Bohnensack:

So gut Sie auch freihändig fotografieren können, sollten Sie trotzdem eine feste und stabile Unterlage nutzen, um das Bild mit größter Sorgfalt zu gestalten und die Kamera in Ruhe ausrichten zu können. Idealerweise nutzen Sie ein Makro-Stativ. Ansonsten ist nur eine kurze Verschlusszeit möglich.

Längere Verschlusszeiten sind damit auch kein Problem mehr. Sie können ein normales Stativ für die Makrofotografie nutzen, für bodennahe Aufnahmen empfehlen sich Modelle mit umkehrbarer Mittelsäule oder mit um 180° schwenkbaren Stativfüßen.

Bei „Models“, die nicht stillhalten wollen, können Sie auch ein Monopod – Einbeinstativ – einsetzen, um zumindest eine minimale Unterstützung zu nutzen und im richtigen Moment gestochen scharfe Fotos ablichten zu können.

Anstatt Ihre teure und empfindliche Kamera direkt auf den Boden zu platzieren, sollten Sie einen kleinen Bohnensack nutzen, der dank seiner sehr flexiblen Füllung Bodenunebenheiten gut ausgleicht und Ihre Kamera sicher auf das sehr bodennahe Objekt fixiert.

Kabelauslöser:

Ein weiterer Garant für eine hohe Schärfe bietet ein Kabelauslöser, da er es zulässt, die Kamera auszulösen, ohne sie zu berühren. Gerade bei dieser Abbildungsgröße, der Makrofotografie, ist dies sehr hilfreich.

Bei DLSR Kameras sollte noch die Spiegelvorauslösung aktiviert sein, damit der Spiegelschlag durch die minimale Erschütterung des Gehäuses die Schärfe nicht trübt.

Fokus:

Liegt oder steht die Kamera sicher und fest, sollte über den LiveView manuell auf das Motiv fokussiert werden.

Durch das Einsetzen der Bildschirmlupe kann man so enorm präzise arbeiten.

„Verfolgen“ Sie hingegen das Insekt, sollten Sie sich im Vorwege über due Schärfentiefe Gedanken gemacht haben und das punktuelle Scharfstellen aus und nach der Bewegung bereits geübt haben.

Hier können Sie sich ein wenig mehr „Fokussierreserve“ verschaffen, indem Sie die Schärfentiefe vergrößern – müssen aber dafür möglicherweise Einbußen beim Bukeh in Kauf nehmen.

Damit wir uns richtig verstehen: Ein gestochen scharfes Makrofoto aus der dynamischen Bewegung zu schießen, käme von der Erfolgswahrscheinlichkeit einem echten Lottogewinn gleich.

Nichtsdestotrotz sollte man nicht zu viel Zeit mit dem Fokussieren „verschwenden“, wenn man dem seltenen Schmetterling bis zu seinem nächsten Zwischenstopp folgen konnte und ihn jetzt endlich ablichten möchte, bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwindet.

Ansonsten geht die „wilde Jagd“ wieder komplett von vorne los.

Stabilisator:

Dieser sollte beim Fotografieren auf einer festen Unterlage deaktiviert werden, um falsches Korrigieren zu vermeiden.

Ansonsten kann es eine große Herausforderung werden, ein scharfes Bild zu fotografieren.

Makrofotografie Beleuchtung:

Sie können ein kleines LED-Dauerlicht oder auch einen Blitz für die Makrofotografie verwenden.

Denken Sie aber bitte daran, dass auch im Umgang mit Insekten der Grundsatz gilt, dass man die Natur möglichst wenig beeinträchtigen sollte – ob und wie sehr ein ausgelöstes Blitzlicht ein Insekt stört oder verstört, können selbst ausgewiesene Zoologen nicht hundertprozentig einschätzen.

Daher lieber einmal zu wenig als einmal zu viel geblitzt.

Reflektor:

Ein kleiner Faltreflektor kann Wunder wirken. Es besteht die Möglichkeit, zu hartes Licht vom Motiv durch Abschatten fernzuhalten oder durch den Einsatz der Goldfolie warmes Licht hinzu zu reflektieren. Reflektoren als passive Beleuchtungselemente sind aktiven Lichtquellen unbedingt vorzuziehen.

Makrofotografie Anleitung: Motivsuche von Makrofotos

Kleine Motive finden sich nahezu überall, was die Suche passender Makrofotografie Motive relativ einfach gestaltet.

Zum Beispiel Bienen, die mit dem Auge kaum zu sehen sind, stellen interessante Motive dar.

Spannendere Bilder präsentiert man seinem Publikum aber gerade von den Arten, die man nicht auf jedem Baum oder jeder Blume findet.

Widmet man sich einer bestimmten Art, sind Kenntnisse über deren Lebensraum natürlich von Vorteil.

Eine gewisse Kenntnis der Artenvielfalt der Klasse der Kerbtiere oder Kerfer (wie Insekten auch genannt werden) ist für gezielte und erfolgreiche Motivsuche sogar unumgänglich.

So kann man zum Beispiel Bläulinge an trockenen, nährstoffarmen Standorten begegnen, wohingegen Libellen eher an und um Teiche zu finden sind. Wichtig ist es außerdem, die Phase im Jahr zu kennen, in der die potenziellen Motive am aktivsten sind, um die richtige Zeit zum Fotografieren zu erwischen.

Ist dieses Wissen vorhanden, beginnt die Suche nach dem Lieblingsmotiv, was sehr zeitaufwändig sein kann, aber trotzdem selten langweilig ist. Während der Suche ergeben sich erfahrungsgemäß nämlich oftmals Möglichkeiten für andere spannende Motive.

Fliegende Tiere wie Käfer sind an sich ein sehr dankbares Thema für Makro-Aufnahmen, da sie über vergleichsweise kurze Fluchtdistanzen oder Tarnstrategien verfügen.

Wer mit offenem Auge und vorsichtig über eine vermeintlich „typische“ Frühlingswiese geht, entdeckt zahlreiche Objekte, die auf den ersten Blick wie Pflanzen wirken, sich auf den zweiten Blick aber als sehr fotogene Insekten darstellen, die die ersten Sonnenstrahlen zum „Wachwerden“ nutzen.

Wann finde ich ein passendes Motiv für die Makrofotografie?

Der Zeitpunkt der Suche sollte für Insekten auf den Abend oder den Morgen gelegt werden, da die wechselwarmen Tiere zu diesen Zeiten am ehesten stillsitzen.

Falls die Chance auf ein gutes Bild erhöht werden soll, ist es sinnvoll, am Abend zu schauen, wo die Schlafplätze der Tiere sind, um sie dann am Morgen im ersten Licht dort erneut aufzusuchen und die Fotos zu machen. Bei Amphibien, Reptilien und Blumen empfiehlt es sich, ebenfalls das weiche Licht des Abends oder des Morgens zu nutzen.

Wurde das Motiv gefunden, muss nur noch das Zusammenspiel von Fototechnik, Licht und Motiv passen, um ein möglichst schönes Bild zu bekommen. Die Vorlieben und Bildideen sind allerdings so unterschiedlich und subjektiv, dass es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt, sondern nur einige Empfehlungen.

Makrofotografie Ideen

Die wichtigsten fotografischen Gestaltungmittel für gelungene Makrofotos sind die Bildschärfe und das Spiel mit Vorder- und Hintergrund.

Nur mit gestochen scharfen Motiven und passendem Background ernten Sie die Anerkennung, die Sie sich wünschen.

Dabei beeinflussen sich diese Erfolgsfaktoren gegenseitig – üblicherweise stellen erfahrene Makrofotografen auf den Kopf des Insekts scharf und wählen die Tiefenschärfe so, dass alle für die jeweilige Bildaussage relevanten Körperteile ebenfalls scharf abgebildet werden.

Bessere Makrofotos erreichen Sie, wenn Sie auch noch die Umgebung in den Schärfebereich miteinbeziehen.

Spielen Sie dann mit der Blende, um eventuell den gestochen scharfen Kopf einer Fliege vor einem möglichst stimmungsvollen Bukeh (Hintergrundunschärfe) zu platzieren und auch für den nötigen Kontrast zu sorgen.

Gleichen sich Vorder- und Hintergrund Ihrer Fotos zu sehr, „säuft“ das Bild ab und eignet sich nur noch als schlechtes Beispiel.

Was sind einige Tipps für Anfänger der Makrofotografie?

Neben dem fototechnischen Foto-Zubehör gibt es noch ein paar Gegenstände, die das Leben eines erfahrenen Outdoor-Fotografen enorm erleichtern:

Passende Outdoorkleidung und/oder Isomatte

Wenn man nicht gerade bei bestem Sommerwetter den vielen bunten Schmetterlingen hinterher springt, kann es auch versierten Makrofotografen mit der Zeit zu kalt oder zu nass werden.

Sitzt man Stunde um Stunde neben der perfekt gewachsenen Pflanze und wartet, dass sich endlich das „geplante“ Insekt darauf niederlässt, sollte man nicht nur bei ausgesprochen winterlichen Temperaturen warme und wasserfeste Kleidung tragen.

An der frischen Luft kühlt unser Körper ohne Bewegung über kurz oder lang ziemlich aus, Nässe beschleunigt diesen Vorgang erheblich. Nehmen Sie zur Sicherheit einfach noch eine dünne Isomatte oder zumindest einen robusten Müllsack mit, der auch kaum Platz benötigt.

Werkzeug und Stabilisierungsmaterial

Knickt im entscheidenden Moment der Blütenstengel ab, macht sich auch das lang erwartete Insekt direkt mit aus dem Staub.

Stabilisieren Sie Pflanzen mit Gärtnerdraht oder Zahlstochern, nehmen Sie zur möglichst unsichtbaren Unterstützung und Fixierung auch gerne ein wenig Knetmasse mit.

Messer, Schere, Schraubenzieher und Minizange – in Form eines Multitools oder Kombitaschenmessers – sollten Outdoor-Fotografen sowieso immer dabeihaben, Textilklebeband vervollständigt den kleinen Werkzeugkoffer für Makro-Fotos.

Wassersprühflasche

Tautropfen machen sich gerade bei kleineren Insekten als Reflexionslichtquelle oder Größenreferenz besonders gut. Leider schafft es der Tau selten von alleine, genau im richtigen Moment in der richtigen Tropfengröße „vor Ort“ zu sein.

Kein Problem – helfen Sie sich einfach selbst und nehmen einfach immer eine kleine Wassersprühflasche mit. Zur Not tut’s auch ein Mini-Blasebalg.

Fazit

Die Makrofotografie ist keine Raketenwissenschaft und erfordert auch keine Ausgaben im mehrstelligen Tausenderbereich. Ohne eine spezielle Fotografie-Ausrüstung bleiben über kurz oder lang aber die Erfolgserlebnisse aus.

Unser Tipp: Fangen Sie erstmal mit einem Retroadapter, einem stabilen Outdoor-Stativ und einen Fernauslöser an – diese werden Ihnen auch so gute Dienste leisten, wenn sich die Makrofotografie wider Erwarten doch nicht zu Ihrer persönlichen Lieblings-Fotodisziplin entwickeln wird!

Mehr von Alexander Ahrenhold

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