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5 gespenstische Halloween-Bilder von Sebastian Nagel

Okt 29, 2019 | Portrait

Fotograf Sebastian Nagel hat bei Instagram etwa 117.000 Follower, die er regelmäßig mit ästhetischen und kreativen Bildern versorgt. Halloween hat er mit unseren Lumen Sticks gearbeitet. Uns hat er erzählt, was bei gelungenen Halloween-Fotos wichtig ist, wie er seine Bilder bearbeitet und was ihn zu dieser Arbeit inspiriert.

Motiv 1: Flammen-Blick

ISO: 160

Belichtungszeit: 1/250 Sek. bei Blende 2.5

Beim Thema Halloween sind insgesamt düstere Locations gegen Abend oder früh am Morgen natürlich vorteilhaft. Was dann auch immer sehr gut kommt, sind Feuer oder Rauch. Gruseliges Makeup ist auch toll, aber es kommt eben immer darauf an, was man machen will. Extreme Posen und Gesichtsausdrücke finde ich persönlich auch wichtig, also kein normales Nullachtfünfzehn-Posing. Es darf auch gern mal verkrampft oder total psychomäßig gepost werden.

Motiv 2: Farb-Akzente in der Dunkelheit

ISO: 400

Belichtungszeit: 1/100 Sek. bei Blende 2.8

Was fürs Posing gilt, gilt auch für die Location

Das kann natürlich auch für die Location gelten. Die meisten meiner Halloween-Bilder sind auf einem verlassenen Gebäudekomplex in Kaiserslautern entstanden. Ich habe die Location ganz bewusst gewählt, weil sie leer steht und es im Gebäude auch mal gebrannt hat, was natürlich beeindruckend aussieht und für die Thematik Halloween extrem gut geeignet ist. Das Flammenbild ist indoor entstanden. Links und rechts habe ich dafür die Lumen Sticks platziert, die blau und orange geleuchtet haben und die Flammen habe ich nachträglich eingefügt. Die habe ich noch am selben Abend in meiner Hofeinfahrt fotografiert. Dafür habe ich Bio-Ethanol im Baumarkt gekauft, angezündet und dann mit Photoshop im Bild platziert. Primär habe ich die Lumen Sticks aber genutzt, um Split-Colours zu erstellen. Also, beispielsweise Blau-Orange oder auch Blau-Pink. Je nach Stimmung habe ich auch komplementär- oder Warm-Kalt-Kontraste geschaffen und das Model ausgeleuchtet, um auf das bestmögliche Ergebnis zu kommen.

Motiv 3: Corpse-Paint-Beauty

ISO: 640

Belichtungszeit: 1/100 Sek. bei Blende 3.5

Lumen Sticks für Hintergrund, Model und tolle Kontraste

Die Sticks hatte ich immer auf zwei Stativen (Rollei Compact Traveller Star S2). Bei meinen Fotos habe ich das Gesicht dann immer mittig zwischen den Sticks platziert, wobei ich das „Lumen Stick Bundle“ eingesetzt habe. Hin und wieder habe ich auch den Hintergrund ausgeleuchtet und in dunklen Lichtsituationen auch das Model.

Fotografiert habe ich mit meiner Sony Alpha A7 Mark 1. Also mit einer recht alten Kamera. Meistens benutze ich ein 1.8er-Objektiv von Sony (50 mm), wobei die Kamera prinzipiell in meiner Hand ist. Ich fotografiere eigentlich nie auf einem Stativ, zumindest nicht, was die People-Fotografie angeht. Wenn ich jetzt Landschaften fotografiere oder Sterne, dann mache ich das natürlich mit Stativ. Das größte Ziel, das ich bei meinen Fotos habe, ist, dass ich meinem Betrachter die Stimmung vermitteln will, die ich selbst erreichen will. Und das am besten in meinem ganz eigenen Stil. Die größte Inspiration ist für mich eigentlich mein eigener Ehrgeiz, weil ich mich stetig und kontinuierlich verbessern will.

„Meine Kunst ist nicht nur die klassische Fotografie“

Insgesamt liebe ich einfach, was ich tue. Und ich liebe es noch viel mehr, wenn ich den Betrachter vor mir habe und dann dieses ‚Wow‘ in seinem Gesicht sehe. Und ich liebe es auch, mich mit meinen Followern zu verbinden und auch deren Feedback zu bekommen.

Motiv 4: General Ghost

ISO: 500

Belichtungszeit: 1/100 Sek. bei Blende 2.8

Ich würde sagen, dass meine Kunst nicht nur die klassische Fotografie ist, sondern auch die digitale Bildbearbeitung. Dafür nutze ich Photoshop CC und zum Sichten benutze ich Bridge oder auch Lightroom. In Lightroom mache ich immer schon ein paar Voreinstellungen, um zu sehen, wie das Bild wirkt. Hauptsächlich benutze ich aber Photoshop. Spätere Arbeitsschritte waren bei den Halloween-Bildern vor allen Dingen professionelle Hautretusche. Die mache ich meist mit einem Mix aus Frequenztrennung und Local Dodge and Burn, dann natürlich Contouring und Lichtakzente setzen, was ich mit Global Dodge and Burn mache. Und dann setze ich noch meinen persönlichen Look aufs Bild. Das sind Lightroom- beziehungsweise Photoshop-Presets. Bei den Flammen habe ich noch mit dem Modus ‚Negativ multiplizieren‘ eingefügt.

Für tolle Bilder braucht man nicht die neueste oder teuerste Kamera

Wichtig ist mir an meinen Bildern auch, dass ich dem Betrachter zeigen möchte, dass man für tolle Bilder und Endergebnisse nicht die neueste oder teuerste Kamera braucht. Das geht auch mit günstigen Kameras. Meine Sony gibt es beispielsweise für mittlerweile 750 Euro und das ist eine Vollformatkamera. Der Autofokus ist zwar nicht der schnellste, aber das ist nicht wild. Es kommt eher auf den eigenen Stil und die Technik an.

Motiv 5: Reaching out

ISO: 200

Belichtungszeit: 1/250 Sek. bei Blende 3.5

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