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Fotoshooting Dubai: The Island & Sonnenaufgang auf Mount Mleiha

Okt 16, 2019 | Fotoshooting

Auf der Tour durch Dubai haben wir unsere neuen Studioblitze HS Freeze 6s und 4s an verschiedenen Orten getestet. Unter anderem bei einem Fotoshooting an einem Lost Place in der Wüste Dubais, wo 42 Grad Celsius herrschten und wir durch den fehlenden Strom zusätzlich zwingend auf die starke Akkuleistung der Blitze angewiesen waren.

Doch der Härtetest, den die Blitze aushalten mussten, war nach wie vor noch nicht vorbei. Schon die 42 Grad waren für uns Menschen extrem herausfordernd, doch es sollte sogar noch intensiver werden. Denn als Grande Finale hatten wir uns für die Blitze noch zwei ganz besondere Locations ausgesucht.

Eine von beiden war „Lebanon Island“, auch einfach nur „The Island“ genannt. Die Insel gehört zu dem wirklich eindrucksvollen Bauprojekt „The World“, bei dem vor der Küste Dubais künstliche Inseln aufgeschüttet worden sind, die verschiedene Länder der Welt symbolisieren sollen. Diese Inseln kann man für Veranstaltungen buchen und sie sind nur per Flugzeug oder Boot erreichbar.

Vorgestellt hatten wir uns ein Fotoshooting am Pool und am Hafen. Da gab es nur ein winziges Problem: Ein solches Fotoshooting mit Model im Bikini wird im sehr muslimischen Dubai sehr, sehr ungern gesehen und hätte wohl Probleme bedeutet. Daher mieteten wir die gesamte Insel für das Shooting und ließen uns an der Marina abholen.

Wir haben hierbei HSS eingesetzt, weil wir offenblendig fotografieren wollten, um das Model vom Hintergrund abzuheben. Das ist nur mit HSS möglich. Blende: 2.8 Verschlusszeit 1/1600 s.

Bei unserem Weg vom Festland auf die Insel mussten wir erst den Pass vorzeigen. Die Kontrollen in Dubai sind insgesamt besonders groß, denn man will Einwanderern vorbeugen. Dadurch wird jedes Boot im Hafen kontrolliert.

Als wir um 6 Uhr morgens auf Lebanon Island ankamen, war es wieder einmal (wie naturgemäß so oft auf dieser Reise) extrem heiß. Den anstrengendsten Part daran übernahm jedoch anschließend das Meer. Denn durch die hohe Luftfeuchtigkeit konnte noch nicht einmal Schweiß die dringend benötigte Kühlung verschaffen. Die große Hitze war also mit Luftfeuchtigkeit noch anstrengender als ohne sie.

Damit unser Model nicht sofort nasse Haare haben würde, machten wir erst ein paar normale Fotos mit interessanter Architektur im Hintergrund. Leider sah der Pool nicht unbedingt ansehnlich aus. Hin und wieder nutzten wir ein Keylight, um kleine Schatten der Sonne noch minimal zu verbessern, während unsere neuen Studioblitze selbst bei der extrem hohen Luftfeuchtigkeit fantastische Arbeit leisteten.

In diesem Fall haben wir mit einer 4er Blende und HSS gearbeitet und das Model von vorn angeblitzt.

Bevor wir dann auch am Pool fotografiert haben, trieben wir es mit dem Test auf die Spitze. Denn in der Mitte des Pools war ein Plateau, auf dem wir den Blitz platzierten, sodass wir das Model in einer wirklich tollen Pose am Poolrand einfangen konnten. 

Dafür schwamm Felix Göbel vom Rollei-Produktmanagement mit dem Blitz in der Hand durch den Pool. Sprühwasser war auf dem Weg kein Problem, wäre der Blitz allerdings ins Wasser gefallen, hätten das sowohl Blitzgerät als auch Produktmanager schmerzhaft zu spüren bekommen, denn wasserdicht sind selbst diese Blitze nicht. Auch wollen wir noch einmal davor warnen, mit den Blitzen im Wasser zu arbeiten – es besteht Lebensgefahr! Und dennoch: Mit einem kabelgebundenen Gerät oder auch Porty wäre das definitiv nicht möglich gewesen. Entstanden sind jedenfalls hervorragende Bilder, wie wir finden.

Den Blitz haben wir von rechts eingesetzt, wobei wir auf voller Leistung und mit dem Standardreflektor gearbeitet haben. Auf diese Weise haben wir den Schatten aufgehellt.

Das zweite der beiden spannenden Shootings fand am nächsten Morgen auf Mount Mleiha statt, weshalb wir bereits um 3 Uhr aufgestanden waren, um dort den Sonnenaufgang um 5 Uhr sehen und fotografieren zu können.

Mit Blitz fotografiert man (selbst oder auch gerade bei Sonne), weil die Sonne teils einen sehr starken Schlagschatten wirft, den man ausgleichen will.

Bei diesem Bild hat unser Fotograf besonders weitwlinklig gearbeitet, weil wir das Gebirge im Bild einfangen wollten. Wir haben etwas Licht von hinten gegeben und mit dem im Lieferumfang enthaltenen Reflektor hartes Licht von der Seite.

Auch mussten wir dort sehr früh sein, weil sich das Model vorbereiten und wir selbst das Equipment aufbauen mussten. Wie auch bei allen anderen Shootings in Dubai haben wir mit den beiden Blitzen 6s und 4s fotografiert. Und auch dort, ebenfalls wie bei den anderen Locations, hat sich unser Fremdenführer wieder als extrem nützlich erwiesen, weil er uns genau sagen konnte, wo die Sonne aufgehen würde, was dann auch exakt so passiert ist.

In diesem Fall haben wir ein softes Licht (Parabol-Softbox) von hinten eingesetzt. Der Freeze 4s hat von der rechten Seite abgefeuert und die Konturen haben wir mit dem 6s mit hartem Licht (Standartreflektor) betont.

Dabei ist es wichtig, die Belichtung und die Verschlussblende auf den Hintergrund ausrichten, sodass der Hintergrund noch dramatisch genug aussieht, was man ja bei einem Sonnenaufgang unbedingt erreichen will. Man nimmt also gerade so viel Licht, wie man unbedingt braucht, um das Model gut auszuleuchten. Vorbereitung ist on location das A und O. Denn alles geht wahnsinnig schnell und die Gegebenheiten verändern sich in kürzester Zeit sehr stark. Deshalb muss man die Belichtung auch dauerhaft im Auge behalten, denn sonst können die Fotos auch schnell überbelichtet sein. Und für das perfekte Foto gibt es manchmal nur eine Gelegenheit.

Weitere Herausforderung: Wir (und vor allen Dingen Model und Fotograf) mussten extrem auf die Steine aufpassen, weil sie teils rasiermesserscharf waren. Man musste also genau wissen, wo man jeweils stand und wo man hingehen kann. Denn als Fotograf geht man ab und zu auch mal ein Stück zurück, sodass man eine andere Perspektive erreicht. Wenn man allerdings dort gestolpert und auf einen dieser uralten und scharfkantigen Steine gefallen wäre, dann hätte das sehr, sehr übel enden können. Dementsprechend sollte man vor dem Shooting auch das Equipment platzieren.

Hierbei haben wir eine andere Brennweite genutzt und insgesamt eine auch eine andere Lichtstimmung gewollt, deshalb wurde die Verschlusszeit auf 1/125 verlängert.

Insgesamt hatten wir in Dubai eine fantastische Zeit beim Test unserer neuen Blitze HS Freeze 6s und 4s und wir sind absolut zufrieden, dass unsere neuen Geräte so grandios abgeschnitten haben. In unseren Shootings haben die Blitze nicht nur eindrucksvoll bewiesen, dass sie Sand, Staub und Sprühwasser mit Leichtigkeit aushalten können, sondern dass man sie auch in schwierigem Terrain leicht überallhin mitnehmen kann. Ebenfalls sehr gut abgeschnitten hat Dubai. Diese Stadt der Superlative ist in jedem Fall eine Reise wert.

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HS Freeze 6s Studioblitz

 

HS Freeze 4s Studioblitz

 

Profi Funksender Mark II für Rollei-Studioblitze

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