Mit Rollei auf Foto-Tour durch Europa – Teil 1: Von der Bretagne in das Tessin

Mein Name ist Harald Kröher und ich bin unter anderem Fotograf.  Ich betreibe in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) das Fotostudio ‚Stileben‘. Neben dem Studiobetrieb gebe ich auch international Workshops, bis heute mehr als 600 Stück.

Ausgerüstet mit folgendem Equipment von Rollei starteten wir die Foto- und Workshop-Tour 2016 Teil 1 durch verschiedene Regionen Europas und Islands:

Stativ: Rock Solid Gamma Carbon, Panoramakopf T-7s
Filter:   Rechteckfilterhalter mit allen Adaptern, Polfiltereinsatz, Grauverlauf Soft GND 8 und Reverse GND 8.
Rundfilter Grau 0,9 ND/ 1,8 ND und 3.0 ND, zusätzliche Polfilter rund für verschiedene Gewindedurchmesser

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Ziel der Tour war zunächst die Bretagne. Hier der komplette Bereich vom Süden von der Belle-Île-en-Mer, der mystischen Insel im Atlantik, bis hoch in die Normandie an die berühmten Klippen von Étretat zum Hubschrauberflug.

In der letzten Woche des Aufenthalts wohnten wir bei Plestin-les-Grèves in der Region Côtes-d‘ Armor. Hier gab ich noch einen Landschaftsfotografie-Workshop. Gerade dabei wurde das Equipment extrem belastet. Es trotzte Wind, Sturm und Regen, aber auch Sonne kam zum Vorschein und mit ihr unglaubliche Sonnenuntergänge an den Klippen von Le Gouffre.

Fast immer waren die Polfilter im Einsatz, ob zur Verstärkung von Farben und Kontrasten oder um Spiegelungen zu entfernen oder zu verstärken – die Filter waren gut.

Für mystischen Wellengang bei gleichzeitiger Abdunkelung des Himmels kamen die Graufilter in Kombination mit dem Rechteckfilterhalter (Rechteckfilter) und Grauverlauf Reverse GND 8 oder Grauverlauf Soft GND 8 zum Einsatz. Zu dieser Kombination passt auch ein Grauverlaufsfilter 0,9 ND, der umgekehrt von unten in den Filterhalter geschoben wird. So dunkelt man ganz leicht zusätzlich den Vordergrund ab und erreicht einen optischen „Sichtspalt“ im Bild.

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Auf der Leuchtturmroute im Süden der Bretagne kamen bei höherem Wellengang die Graufilter 0,9 ND und 1,8 ND einzeln oder auch in Kombination zum Einsatz. Weich schienen danach die Wellen auf den Betrachter zuzulaufen – gespenstisch schön und niemals enden wollend.

Die Kombination der beiden Filter bringt eine Zeitverlängerung vom Faktor 512. Wichtig ist natürlich die Einbeziehung der Wasserbewegung und das Ergebnis, das zu erreichen ist: Wie soll das Wasser erscheinen; wie Rauch und wie Nebel? Oder sollen noch Strukturen sichtbar sein?

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Das diffuse kalte Licht hat den Atlantik in ein fotografisches El Dorado verwandelt.

Das I-Tüpfelchen war aber der Hubschrauberflug über den Klippen von Étretat. Hier gab der Polfilter unglaubliche Farben und Kontraste.
Der Polfilter nahm auch je nach Flugrichtung die Reflexion der Wasseroberfläche weg und man sah bis auf den Grund des Atlantiks.

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Nach der Bretagne rief das Tessin. Ein Workshop für Landschafts- und inszenierter Fotografie mit Models. Diese Themenkombinationen sind bei den Teilnehmern sehr beliebt. Mit auf der Tour im Maggia – und Verzascatal in der südlichen Schweiz war natürlich auch das Rollei-Equipment (Fotozubehör).

Mit Schlauchbooten fuhren wir in die Felsenschlucht der Maggia. Nachdem die Maggia sich mit einem 10 m hohen Wasserfall in das Tal gestürzt hat, fließt sie hier gemächlich dahin. Die Spiegelungen hier sind weltbekannt.

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Nach dem Verlassen des Bootes hatten wir das Stativ schnell aufgebaut und selbst mit einer Hand sind die Feststellschrauben ganz leicht bedienbar. Besonders positiv ist die übersichtliche Anordnung der Libellen.

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Am nächsten Tag ging es zum Wasserfall der Schlucht. Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit des Wassers ist hier eine längere Belichtungszeit erforderlich. Wir wollten das Wasser mystisch erscheinen lassen, als weichen Gegensatz zum harten Felsen. Bewährt hat sich die Kombination von 0,9 ND plus 1,8 ND. Die Belichtungszeit von 0,5 Sekunden hat sich bei diesem schnellfließenden Gewässer als ideal herausgestellt, genauso wie die Blendenstufe 14, bei einem ISO-Wert von 250.

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Im Rahmen der Modelfotografie behandelten wir auch die unglaublichen Spiegelungen im Verzascatal. Sehr gut eignet sich dafür der Polfilter, um einerseits zu verstärken aber auch um die Spiegelung zu nehmen.

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Das Tessin mit seinen unglaublichen Landschaftsformationen war schon ein Härtetest für das Equipment. Die Ausrüstung hat aber standgehalten. Jetzt wird jedoch der Ernstfall getestet: Im zweiten Teil des Berichts geht es nach Island, das Land des Lichts, der Feen und der Trolle.

2. September 2016 | Allgemein |

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