Making of the Rollei Movie: #ROLLEIMOMENTS – In the field – Teil 1


Unser Fotograf, Alexander Ahrenhold, hat im Laufe der Zeit seine #ROLLEIMOMENTS von und mit den Rollei Produkten festgehalten, aber seht selbst… Und vor allem: Geht selbst raus, erlebt die Fotografie und haltet eure unvergesslichen Momente fest!

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Lust auf Fotografie wecken

Die Aufgabenstellung war eindeutig: Es sollte ein Film entstehen, der innerhalb von wenigen Sekunden Lust auf Abenteuer macht und Lust darauf macht, die Kamera und das Stativ zu schnappen und die Natur zu erleben und festzuhalten.

Diese Aufgabe alleine zu lösen machte ich mir zum Ziel. Allerdings sollte ich bei näherer Betrachtung des Storyboards auch derjenige sein, der auf den Videos zu sehen ist. Somit musste also ein Filmteam her. Ich entschied mich meine altbekannte und liebste Crew mitzunehmen, um diesen Job zu erledigen: Meine Schwester Natalie und meine Freundin Ramona. Sie waren beide einverstanden und sehr motiviert, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Unsere beiden Hunde, Lumpi und Greta, begleiteten uns natürlich auf dieses spannende Abenteuer.

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Die Crew stand, jetzt brauchten wir noch konkrete Locations, die den Zuschauer von den Socken hauen würden. Mir fiel dabei als erstes das berühmte Motiv der Saarschleife ein. Selbst war bisher keiner von uns dort, jedoch kannten wir sie von zahlreichen Bildern und hegten auch schon länger den Wunsch, dort selbst einmal Bilder machen zu können. Wir packten unsere Sachen und fuhren an einem heißen Sommertag von Niedersachsen in Richtung Süden. Unterwegs stellten wir fest, dass die Klimaanlage unseres Transporters nicht funktionierte.
Nachmittags kamen wir dementsprechend durchgeschwitzt an, wurden aber nach einem kurzen Fußmarsch für unsere Mühen belohnt: Die Aussichtsplattform der Saarschleife hatten wir schnell gefunden, da die vielen Besucherströme dort hinliefen. Von der Plattform aus hatten wir eine Atemberaubende Aussicht.

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Trotz der vielen Menschen begannen wir direkt unsere Film- und Fotoausstattung hochzutragen, um die wenige Zeit, die uns zur Verfügung stand, bestmöglich zu nutzen.

Die Ausrüstung war recht umfangreich. Sie bestand aus dem Rollei Shark Slider mit dem Rollei X2 Motion für Zeitraffer-Aufnahmen, die mich selbst auch immer sehr beeindrucken. Dazu kamen sämtliche Stative aus der Rock Solid Familie, die uns den sicheren Stand garantierten.
Das große Alpha Carbon Stativ nutzten wir meist zum Filmen, da bei diesem Stativ die Beine am stabilsten sind und das Verdrehen bei einem horizontalen Kameraschwenk am unwahrscheinlichsten ist.

Die anderen Stative nutzten wir für die Fotos, die wir vor Ort machten und für die Timelapse-Aufnahmen, die ohne den Slider entstehen sollten.

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Wir fotografierten und filmten mit drei verschiedenen Kamerabodies, die mit Brennweiten von 15mm bis 200mm bestückt wurden. Ganz wichtig für das Fotografieren der Landschaft waren die Rollei Profi Rechteckfilter, die den Dynamikumfang der Kamera erweiterten.

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Die Kameras, die wir zum Filmen einsetzten, hatten wir vorher so präpariert, dass wir am Ende der Reise das Videomaterial möglichst gut nachjustieren konnten.

Vor allem was das Colorgrading – also die Farbkorrektur – anging, war es wichtig, ein sehr flaches Kamera-Farbprofil einzustellen, da meine Nikon Kameras nicht im RAW Format filmen. Das flache Bildprofil sorgt dafür, dass weniger Kontraste, Schärfe und Sättigung im Material sind. Somit erzeugt man sich künstlich eine Art RAW-Material, das später besser nachbearbeitet werden kann.

Nun können sowohl die dunklen Bereiche, die nun eher grau erscheinen, als auch in die hellen Bereiche besser nachbearbeitet werden, da mehr Informationen in ihnen stecken. Allerdings muss man sich dabei erstmal an den grässlichen Look gewöhnen, den das Material auf der Kamera hat.

Besteht die Möglichkeit im RAW Format oder pro Res 422 zu filmen, würde ich diese Einstellung in jedem Fall bevorzugen und sie jedem empfehlen, der sich mit Colorgrading beschäftigt oder beschäftigen will.

Die Framerate setzte ich in jeder Kamera auf 23,975 fps, da ich dadurch mit relativ geringen Verschlusszeiten arbeiten kann. Eine Faustformel besagt, dass man die Verschlusszeit doppelt so hoch setzen sollte, wie die Anzahl der Bilder pro Sekunde. Filme ich nun mit den rund 24 Bildern pro Sekunde kann ich eine Verschlusszeit von 1/50s nutzen. Filme ich mit bspw. 60fps dann sollte ich 1/120s nutzen, was natürlich bei wenig Licht nicht mehr so flexibel ist. Ein anderer Vorteil dieser Einstellung ist, dass die einzelnen Bilder durch die geringe Verschlusszeit keine harte Schärfe mehr haben, was für einen angenehm weichen Look sorgt.

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So verging der Abend an der Saarschleife schnell und die eintretende Dunkelheit sowie die immer stärker werdende Bewölkung zwangen uns, unsere Arbeit für diesen Tag zu beenden. Doch bis zum Eintritt der Dunkelheit konnten wir tolle Fotos von einem wunderschönen Sonnenuntergang machen, sowie einiges an Filmmaterial sammeln.

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Die Nacht verbrachten wir in unserem Transporter, der über den Tag hinweg ordentlich Wärme gespeichert hat, sodass unsere Hunde zwischenzeitlich rausgelassen werden mussten, da sie mit der herrschenden Hitze am meisten zu kämpfen hatten.

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Gemütlich nicht wahr? Das Bett für die Saarschleife war gemacht und wartete auf die müden Seelen.

Allmählich ging die wenig erholsame Nacht zu Ende und ein Sonnenaufgang erwartete uns. Etwa eine Stunde vor dem Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg an die Aussichtsplattform, wo wir glücklicherweise die einzigen Fotografen waren. So konnten wir auch die Aufnahmen machen, die wir uns vorgestellt hatten.

Nebel durch die Saarschleife

Leichter Nebel zog unten durch die Saarschleife und die Sonne sorgte bereits (ohne, dass sie aufgegangen war) für leichte rote Färbung am Himmel. Leider fehlten Wolken höher am Himmel. Damit meine ich natürlich keine dichten, grauen Regenwolken, sondern kleine Schäfchenwolken, die im Laufe des Sonnenaufgangs von der Sonne beleuchtet werden und dafür sorgen, dass mehr Struktur in den Fotos und Videoaufnahmen ist.
Sie machen das jeweilige Bild oder Video interessanter.

Schnell war eine Kamera für einen Zeitraffer bereit und schoss munter ihre Bilder. Da der Vordergrund nicht sehr aufregend war, verzichtete ich auf den Einsatz des Sliders und ließ die Kamera ganz simpel auf dem Stativ stehen.
Eine leichte Fahrt lässt sich auch nachträglich in das Video einbauen. Nachdem die Sonne nun den Horizont überschritten hatte, färbte sie den Nebel der Saarschleife in goldenes Licht. Das wirkt im Zeitraffer sehr spektakulär und macht auf jeden Fall Lust auf’s Fotografieren.

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Nebel zieht sich durch das Tal und lässt die gemachten Zeitraffer richtig gut aussehen. Der GND 8 Soft sorgt für den richtigen Kontrast im Bild. Der Himmel darf nämlich nicht ausfressen, da dies eine nahezu unmögliche Nachbearbeitung mit sich bringen würde.

Wir freuten uns über die Aufnahmen, die wir machen konnten und überlegten noch ob wir für die Saarschleife eine Sinnvolle Videostory zusammen hatten: Diese sollte mit einem kleinen Teil der Busfahrt und natürlich dem Ankommen an der Saarschleife angereichert werden. Anschließend sollte das Aufbauen des Statives gezeigt werden und ein paar Szenen die ich als Füllmaterial nehmen konnte. Ich war begeistert von den Aufnahmen die entstanden waren, sodass wir am frühen Vormittag die Saarschleife schon verließen, um den nächsten Ort zu erreichen.

Ziel erreicht: Der Film macht Lust auf Fotografieren!

14. November 2016 | Allgemein |

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