Das Rollei Lion Rock 20 Mark II Carbon Stativ – ein Testbericht von Torsten Boll

Der Landschaftsfotograf Torsten Boll hat das Rollei Stativ Lion Rock 20 Mark II aus Carbon ausführlich getestet und ist begeistert.

Sein Fazit: „Eigentlich lässt sich das mit einem Wort sagen: «Wow». Aus meiner Sicht ist Rollei mit der neuen Lion Rock Serie ein absoluter Volltreffer gelungen.»

Hier sein Testbericht:


Was für ein Pech

Manchmal liegen Wut, Enttäuschung und Glück ganz nah beieinander. Das durfte ich jetzt erst wieder beim Fotografieren erfahren. Es ist frühmorgens um 05:00 Uhr auf der Insel Amrum. Sonnenaufgang... als ich jedoch meine Kamera auf meinem Rollei Rock Solid BETA 180 Carbon mit dem Manfrotto Kugelkopf festschrauben wollte, stellte ich mit Entsetzen fest, dass die Feststellschraube fehlte. Bei der Tour durch die Dünen muss ich die Feststellschraube scheinbar verloren haben. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass man die Schraube ganz rausdrehen kann. Die Aufnahmen des Sonnenaufganges konnte ich nun vergessen.

Das Lion Rock 20 Mark II

Das Glück begann dann am nächsten Tag. Rollei hatte mir das Lion Rock 20 Mark II sowie den Lion Rock Stativkopf 20 geschickt. Ich war ja bereits durch den Artikel von Francesco Gola "vorgewarnt" - aber ich hatte das gleiche Erlebnis wie er: alleine das Auspacken des Statives und des Kopfes war ein Erlebnis. Zum Lieferumfang gehört nebst einer sehr praktischen Stativtasche auch eine Ablagetasche und drei Ersatzgummifüße. Außerdem wird eine Aufsteckwasserwaage und ein Imbusschlüssel mitgeliefert. Der Rollei Lion Rock Stativkopf 20 wird mit zwei Schnellwechselplatten geliefert.

Einer meiner ersten Tests war natürlich, ob sich die Arretierschraube an der Basisplatte vollständig rausdrehen lässt. Die Antwort auf die Frage war «Nein» – d.h. ich kann sie nicht wie beim Manfrotto Kugelkopf verlieren.

Wie bereits durch Francesco Gola ausführlich beschrieben, ist die neue Lion Rock Mark II Serie wirklich klasse. Viele Punkte wurden zu Vorgängermodellen deutlich verbessert. Was mir persönlich auch super gefällt ist, dass durch die neue Winkelverriegelung bei den drei Rastpositionen ein Einklemmen der Finger hinfällig ist.

Im Vergleich zu meinem Rock Solid Beta 180 finde ich beim dem neuen Lion Rock 20 Mark II Stativ auch die Schnellverschlüsse zum stufenlosen Einstellen der Beinlänge viel praktischer.

Zweiter Test im Schwarzwald

Ich habe das Stativ über mehrere Tage an der Nordsee und nach meiner Rückkehr auch im Schwarzwald in der Ravennaschlucht in allen möglichen Situationen getestet und muss sagen: «Hammer». Egal auf welchem Untergrund – das Stativ kam im Salzwasser, auf Sand, im Schlick, auf dem festen Waldboden und im felsigen Gelände zum Einsatz - durch die Gummifüsse bzw. durch die Spikes steht das Stativ immer bombenfest. Auch mit dem Rollei Lion Rock Stativkopf 20 war ich sehr glücklich. Egal ob Weitwinkel oder Teleobjektiv – die Kamera hielt bombenfest. Die Dämpfung lässt sich supereinfach einstellen. Auch bei ausgefahrener Mittelsäule überzeugt das Stativ mit seiner Stabilität.

 

Technische Daten

Stativ Rollei Lion Rock 20

Gewicht (ohne Stativkopf):  1,49 kg
Maximale Höhe:  152 cm
Minimale Höhe:  15 cm
Basisbreite  11 cm
Tragkraft:  20 kg
Beinauszüge  3
Mittelsäule  ja
Packmaß  53cm

 

 

Rollei Lion Rock Stativkopf 20

Breite:  5,7 cm
Höhe:  9 cm
Tiefe:  5,7 cm
Gewicht:  471 g

Rollei-Tipp:

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Fotograf: Torsten Boll