Fotografie von Städten & Sehenswürdigkeiten Teil 6: Mit dem Rollei Rock Solid Alpha unterwegs in den Highlands

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Schottland, ein Land voller Sagen und Mythen, wilden Landschaften und schroffen Küsten.

Alte Ruinen und Schlösser aus längst vergangenen Zeiten und ein Wetter, das jederzeit fantastische Lichtstimmungen zaubern kann. Kurzum, ein Traum für jeden Landschaftsfotografen!

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Der perfekte Ort also, um das Rollei Rock Solid Alpha Carbon Stativ ausführlich zu testen, dem aktuell größten Stativ aus der Rock Solid Reihe. Bei einer maximalen Höhe von 156cm, zu der dann noch der Kugelkopf und die Kamera kommt, erhält man eine perfekte Arbeitshöhe, um bequem und ohne gebückte Haltung durch den Sucher schauen zu können.

Gleich der erste Abend versprach schon sehr viel mehr. Das Castle Stalker liegt auf einer kleinen Erhöhung und ist bei Flut komplett von Wasser umgeben. Die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen und erzeugte ein wunderbares Farbspiel am Himmel. Nicht nur das Schloss bot sich als Motiv an, sondern gerade auch die mit Seegras bedeckten Steine waren Ideal, um den Blick ins Foto hinein zu leiten. Da der ganze Strand mit den Steinen voll war, musste ich glücklicherweise nicht allzu lange suchen, um einen geeigneten Vordergrund zu finden.

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Und auch als die eigentliche Show schon vorbei war, glühte es noch immer am Himmel.

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So wurden wir wunderbar in Schottland begrüßt und die Vorfreude stieg, denn unser eigentliches Ziel war die Isle of Skye. Ein wahrer Traum für alle Naturliebhaber und vor allem Landschaftsfotografen. Dort gibt es eine Unmenge an fantastischen Motiven, so dass man sich schon gut organisieren muss, wenn man alle Hauptspots erwischen möchte. Als Basislage hatten wir ein Bed and Breakfast in der Nähe von Portree. Von dort konnte man relativ schnell an allen Ecken der Insel sein.

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Das Wetter war traumhaft und es versprach einen weiteren schönen Sonnenuntergang zu geben. Also fuhren wir zu einem der bekanntesten Plätze der Insel, dem Neist Point. Dabei handelt es sich um eine kleine Halbinsel mit einem fotogenen Leuchtturm, welcher den westlichen Punkt der Insel markiert. Die Sonne stand bereits ziemlich tief und viel Zeit blieb nicht mehr, um das goldene Licht einzufangen. Ich habe also das Auto geparkt, hab meinen Foto-Rucksack geschnappt und bin losgerannt, um zu der erhöhten Position zu kommen, von der aus man einen fantastischen Blick auf den Leuchtturm hat.

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Dort angekommen, fiel mir ein, dass ich kurz vorher ein paar Schafe fotografiert hatte und danach die Kamera auf den Rücksitz gelegt hatte… Also bin ich wieder zum Auto gesprintet, die Sonne stand mittlerweile noch tiefer, um danach wieder zum Aussichtspunkt zu eilen. Ich habe es dann noch rechtzeitig geschafft und habe dann fix das Foto-Stativ aufgestellt.

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Da es dort oben ziemlich stark wehte, habe ich die Beine des Rollei nicht komplett ausgezogen. Lediglich eines der Beine habe ich etwas ausgezogen und damit das Gefälle ausgeglichen. So konnte ich wunderbar im Sitzen fotografieren und mich von dem ganzen Gerenne etwas erholen. 😉

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Im Westen der Insel gibt es noch ein weiteres fotografisches Highlight, die Talisker Bay. Diese Bucht ist von hohen Klippen eingefasst und der Strand ist zum Teil voll mit Geröll und großen Steinen. Was die Bucht für mich so besonders macht, ist der schwarze Sandstrand, in dem kleine weiße Partikel enthalten sind. Dies gibt dem Sand ein ganz besonderes Muster, welches ich bisher so noch nicht gesehen habe. Das durch die Ebbe abfließende Wasser hat im Sand Strukturen erzeugt, die mich an urzeitliche Trilobiten erinnert. Ständig habe ich im Sand neue Formen entdeckt und bin mit meinem Stativ von einem Spot zum anderen gewandert. Die dicken Stativbeine lassen sich wunderbar komplett umgreifen und so das ganze Stativ umstellen, ohne dass die Beine zusammenklappen.

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Auch an dem Abend spielte das Wetter wieder mit. Zunächst sah es zwar noch so aus, als wenn die Sonne nicht mehr heraus kommen würde, doch dann wurden die Wolken in einem wunderbaren rosa angestrahlt.

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Eines meiner fotografischen Highlights der Reise, war zugleich auch das anstrengendste.
Es gibt viele Fotografen, die früh morgens auf Berge klettern, oder gar die ganze Nacht auf einem Gipfel verbringen. Für mich als Flachlandtiroler aus Hamburg ist das mit den Bergen jedoch die Ausnahme.
Bereits am Tage, bei wunderbarem Sonnenschein und ohne eine einzige Wolke am Himmel ging es hinauf zum Old Man of Storr und da war für mich klar, dass ich dort noch Mal zum Sonnenaufgang hoch muss. Ein paar Tage waren noch Zeit, also suchte ich mir einen Morgen heraus, an dem der Wetterbericht vielversprechend war.

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Was das Aufstehen angeht, so ist Mitte Mai jedoch nicht die beste Zeit… Die Sonne ging ziemlich genau um 5 Uhr auf. Da ich gerne gut eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang am Spot bin, hieß das, dass ich um 4:30 Uhr auf dem Berg sein musste. Wenn man also noch die Stunde Aufstieg, 30 Minuten Fahrt mit dem Auto und noch eine halbe Stunde zum Wach werden mit einrechnet, so hieß es 2:30 Uhr aufstehen…
Wie gesagt, es gibt viele Andere, die so etwas ziemlich oft machen, aber für mich war es der bisher früheste und vor allem anstrengendste Sonnenaufgang. Nach 2 Kilometern und über 300 Höhenmetern habe ich gepumpt wie ein Maikäfer und musste erst einmal wieder klar kommen, bevor das Fotografieren losgehen konnte…

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Dort oben wehte ein eisiger Wind, der bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wirklich kalt war. Ich suchte hinter einem kleinen Felsvorsprung etwas Schutz, baute mein Stativ auf und wartete darauf, dass die Sonne aufging. Es waren einige Wolken am Himmel und so wurde The Old Man of Storr auch nach Sonnenaufgang zunächst nicht angestrahlt. Dafür suchte sich die Sonne ein paar Lücken durch die Wolkendecke und erzeugte einen fantastischen Anblick. Nach einiger Zeit wanderte der Spot immer näher und erreichte letztendlich die Felsnadeln, die dann wunderbar angestrahlt worden sind. Es war das einzige Mal, bis zu meinem Abstieg um 7:30. Für mich hat sich die Anstrengung definitiv gelohnt.

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Am Ende der Reise ging es ganz in den Süden der Insel, nach Elgol. Was wie ein Name aus „der Herr der Ringe“ klingt, ist ein kleines Fischerdörfchen mit einem traumhaften Steinstrand und einem Blick auf eine Bergkette, hinter der die Sonne untergeht. Die am Strand liegenden Felsen und Steine sind mit Muscheln bewachsen und bieten eine Unmenge an Motiven an. Mit dem Rollei Stativ ist es jedoch kein Problem jederzeit einen festen Stand zu haben.

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Während die untergehende Sonne zunächst ein goldenes Licht auf die nassen Steine warf, entstand lange nach Sonnenuntergang eine ganz besonders mystische Stimmung.

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Schottland hat vor allem landschaftlich unglaublich viel zu bieten. Egal, ob man hoch oben in den Bergen ist, in einem Fluss steht oder an der schroffen Küste Fotos macht, das Rollei Rock Solid Alpha Carbon ist für alles gewappnet und ein absolut zuverlässiger Begleiter, mit dem es Spaß macht diese atemberaubende Natur zu genießen und zu fotografieren.

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Autor: Robert Sommer
Fotograf: Robert Sommer

 

19. August 2016 | Allgemein |

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