Fotografie von Städten & Sehenswürdigkeiten Teil 7: Norwegen I – Zwischen Fels und Fjord

Wir sind das Fotografen- und Filmemacherduo, Marcus Hofschulz und Christof Schoppa. Vor über zwei Jahren haben wir unsere Jobs aufgegeben alles überflüssige verkauft und unseren restlichen Besitz in unseren Wagen gepackt und starteten unser Projekt „into the world“.

Nachdem wir 2015 Südeuropa bereist haben, war nun das neue Ziel Nordeuropa. Wie immer reisen und leben wir in unserem Geländewagen. Alles dabei was wir für die Photographie und des täglichen Lebens benötigen.

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Auf nach Norwegen, unser Erlebnis für die Sinne

Bei den Vorbereitung für unsere Norwegenreise haben wir uns auf großartige Erlebnisse und Eindrücke vorbereitet. Was uns dort erwartete, hat unsere kühnsten Vorstellungen übertroffen.

Es ist der 10. Juni 2016, unser Wagen, diesmal ein 33 Jahre alter Daimler ist gepackt. Wir sind startklar.

Unser Weg führte uns nach Hamburg um von dort aus am nächsten Tag direkt weiter nach Hirtshals in Dänemark zu fahren. Die Nacht in Hamburg war lang und so verzögerte sich die Abfahrt um mehrere Stunden gegen Mittag. Die letzte Fähre in Hirtshals legt um 20:45 Uhr ab und bringt seine Passagiere nach Kristiansand in Norwegen.

Nach der mehrstündigen überfahrt freuten wir uns wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Kurz nach Mittnacht angekommen wurde Schlafplatz gesucht, den wir auch nach ein paar Kilometern gefunden haben. Sehr idyllisch direkt am Waldrand. Wir klappten unser Dachzelt auf und legten uns sofort schlafen.

Am nächsten Tag ging es früh morgens im Nebel weiter in Richtung Jørpeland, denn am nächsten morgen wollten wir unbedingt auf den Preikestolen, ein Felsplateau in 604 Meter höhe über dem 40 km langen Lysefjord.

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Um 5 Uhr morgens ging es los und nach zwei Stunden bergauf erreichten wir das Felsplateau. Ein großartiges Erlebnis und ein unfassbar sagenhafter Ausblick! Gegen Mittag haben wir uns auf den Abstieg aufgemacht. Wie immer, nach einer Exkursion, Bilder sichern und sichten. Für diesen Abend wurde ein Campingplatz angesteuert, von denen gibt es in Norwegen überall welche. Unsere Accus und Rechner mussten geladen werden.

Am nächsten Morgen, wie immer sehr früh, machten wir uns auf in Richtung Geiranger. Wohl einer der bekanntesten Fjorde Norwegens, der seit 2005 sogar zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Knapp 650 km Fahrt auf einspurigen Landstraßen und über das Wasser.

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Eigentlich war der Plan gewesen an diesem Tag den Geiranger Fjord zu erreichen. Unmöglich! Die Strecke hatte es landschaftlich so in sich das es unmöglich ist nicht hier und dort anzuhalten. Hinter jeder Kurve verbirgt sich eine neue majestätische alles in sich aufsaugende Kulisse der man nicht entgehen kann. Nach einem Zwischenstopp erreichten wir den Geiranger Fjord, vorbei an einem mit Eisschollen bedeckten See und an Bergen auf denen auch noch zu dieser Jahreszeit Langlaufskier in kurzen Hosen ihr Training absolvieren können.

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Oberhalb des Fjords schlugen wir unser Dachzelt auf einem Parkplatz mit einem großartigen Blick über das Tal und einem stundenlangen andauernden Sonnenuntergang auf. Keine Möglichkeit bei so einer Umgebung ans schlafen zu denken auch wenn die Müdigkeit nach einem langen Tag auf der Straße deutlich zu spüren ist. Geweckt wurden wir von gefühlten 200 Touristen die aus Ihren Bussen sprangen um dieses majestätische Naturwunder zu fotografieren. Schnell packten wir alles zusammen um weiter zu fahren.

Auf dem Weg zu den Lofoten führte unsere Route wohl über eine der spektakulärsten Straßen Norwegens, den Trollstigen. Eine Serpentinen- und Passstraße die auf eine höhe von 850 m ansteigt. Vorbei an den umliegenden Bergen mit gewaltigen Schneefeldern. Sehr beeindruckend ist der 320 Meter lange Stigfossen Wasserfall der die Hänge herunterstürzt. Der Trollstigen ist teilweise so eng, das es wirklich Probleme mit entgegenkommenden Autos und Bussen gibt.

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Im Tal angekommen fuhren wir weiter in Richtung Kristiansund entlang der wunderschönen Atlantikstraße die durch insgesamt 7 Brücken schert. Wir trauten unseren Augen nicht, auf einer Brücke entdeckten wir einen Kitesurfer, der mit seinem Kite heruntersprang und ins Wasser einschwebte. Respekt!

Später überquerten wir den Polarkreis, eine sehr raue, karge und großartige Landschaft. Mit der Fähre ging es von Bodo mitten in der Nacht 4 Stunden lang über die stürmische See. Umso nördlicher wir reisten umso heller wurden die Nächte. Es sah aus wie am helllichten Tag und es fühlte sich auch genau so an als die Fähre gegen 4 Uhr in Moskenes ankam.

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Alles war wie in einer anderen Welt. Die Berge sind von Nebel und tiefhängenden Wolken umgeben. Mystisch und unwirklich. Die Lofoten sind durchzogen von unbeschreiblich schönen  Stränden, Bergen und kleinen Dörfern mit Häusern in Falunrot.

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Wir haben viel erlebt und gesehen und während wir uns noch von diesem Land beeindrucken ließen wurde in Gedanken schon geplant wann es wieder hier her gehen kann.

 

Fotografen: Marcus Hofschulz, Christof Schoppa

Autoren: Marcus Hofschulz, Christof Schoppa

26. August 2016 | Allgemein |

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