Arbeiten mit dem Rollei HS Freeze 6, Teil 2: Freeze-Modus

Schneller als eine gerade abgefeuerte Kugel?

Die Schnelligkeit von Superman war für viele während der Jugend ein Richtwert – und die Möglichkeit diese Bewegung einzufangen oder einzufrieren war zu der Zeit eine unmögliche Aufgabe.

Aber die Blitzfotografie ist mittlerweile auf einem extremen Level angekommen und sich schnell bewegende Objekte zu fotografieren ist zu einer Art Kunstform geworden, ein Stil der Fotographie, der nicht nur populär ist, sondern auch viel Spaß macht.

Also, wie schnell ist eigentlich „schnell“?

Um aus der Hand “scharfe” Bilder zu bekommen, besagt eine Faustregel, dass die Verschlusszeit, die benötigt wird, der des Kehrwerts der doppelten Brennweite des verwendeten Objektivs entspricht. Das heißt: Bei einem 100 mm Objektiv müsste mindestens eine 1/200s genutzt werden, um das Motiv im Bild scharf darzustellen. Aber wir wollen ja nicht nur scharfe Bilder, sondern wir wollen Bewegungen einfrieren, also die Möglichkeit sich bewegende Teile in einem Moment einzufangen, den wir aufgrund der Schnelligkeit mit unseren eigenen Augen nicht sehen können.

Schon eine 1/250s oder 1/500s gilt als eine schnelle Verschlusszeit, aber das reicht manchmal schon nicht aus. Sportfotografen nutzen sehr oft Verschlusszeiten von 1/2000s oder schneller, dennoch können wir teilweise noch Bewegungsunschärfe im Bild sehen und hier geht es nur um Menschen, die sich bewegen. Was ist mit spritzendem Wasser, sich bewegende Teile oder der berühmten abgefeuerten Kugel? Dafür müssen wir uns weit kürzere Verschlusszeiten anschauen.

Und dann kommt der „Freeze Modus“ zum Einsatz

Im Studio können wir die Aufnahme auf zwei Arten kontrollieren. Erstens, mit einer hohen Verschlusszeit, aber zweitens auch mit einer sehr hohen Abbrennzeit eines Blitzes.

Einige Kameras können mit Verschlusszeiten von 1/4000s oder 1/8000s arbeiten, der eingesetzte Blitz muss dann aber über eine „High Speed Sync“ Funktion verfügen. Hierbei kann es aber zum „Rolling Shutter“ Effekt (rollender Verschluss) kommen, da sich das Objekt bewegt während die Verschlussöffnung über den Sensor läuft und mehrere Blitze abgefeuert werden, die dafür nötig sind.

Dafür bieten professionelle Blitzgeräte nun eine „Freeze-Funktion“ an, die die Blitzleistung in der kürzest möglichen Zeit abgibt. Im Falle des HS Freeze 6 liegt die kürzeste Abbrennzeit in diesem Modus bei nur 1/19.000s. Das bedeutet, dass der Blitz nur in dieser kurzen Zeit unabhängig von der eingestellten Verschlusszeit leuchtet.

Ohne Umgebungslicht kann der Verschluss der Kamera auch für 1/250s, 1s oder 10s geöffnet sein. Das macht nichts, da nur 1/19.000s der Zeit belichtet wird und somit für die Kamera sichtbar wird.

Wenn wir die Leistung des Gerätes erhöhen, verlangsamen wir die „Freeze-Zeit“. Erhöht man nun die Blitzleistung um eine Blendenstufe am HS Freeze 6, ergibt das eine Abbrennzeit im Freeze Modus von 1/9.000s, was immer noch ausreichend ist, um spritzendes Wasser oder andere sich bewegende Objekte einzufangen. Mit einer weiteren Blendenstufe kommen wir auf eine Zeit von 1/4000s - immer noch ausreichend um alles festzuhalten.

Mit dieser Schnelligkeit können wir jeden einzelnen Wassertropfen sehen, jedes kleine Staubkorn der Puderbombe, jedes einzelne Haar des Models, eingefrorene Details – Bilder die mehr festhalten als wir mit unseren eigenen Augen sehen können.

Perfektes Timing

Das Timing ist bei dieser Art von Bildern der kritische Faktor – nur eine halbe Sekunde zu spät und der Moment ist vorbei. Zu früh und das Bild sieht nicht stimmig aus.

Ein Mix aus gutem photographischen Timing (der Fotograf muss klare Anweisungen geben) und technischen Hilfsmitteln wird benötigt. Auf dem Markt sind viele Auslöser erhältlich, die über einen Laser, Geräusche oder Bewegung den Auslöser betätigen um so das Arbeiten zu erleichtern und im rechten Augenblick das Foto zu schießen.

Aber alles geht zurück auf ein Blitzgerät, das einen sehr schnellen Lichtimpuls mit einem Klick abgeben kann. Schauen Sie sich den HS Freeze 6 an, der diese Funktion nicht nur im Studio bietet, sondern auch direkt an der Location, bei Wind und Wetter, den ganzen Tag.

Experimentieren mit Licht.

Die High Speed Synchronisation oder der „Freeze-Modus“ eröffnen neue kreative Möglichkeiten für alle Fotografen. Die Bilder können einzigartig werden und zeigen den Leuten was während eines Wimpernschlags passiert. Man muss nur mit Licht experimentieren.

Ob es sich um Puder, Wasser, Tennisbälle oder Patronenkugeln handelt – der Freeze Modus hält eine Welt fest, die sonst nicht sichtbar ist.

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