1 Woche Fotoworkshop mit Harald Kröher und Modell Tanja Brunner sowie 5 Fotografen auf Kreta

- Ein Erfahrungsbericht von Hobbyfotograf Guido Brüggen -


Fotografieren an einer Klippe mit dem HS Freeze 6

„Ab nach Kreta! Nennen Sie uns einfach einen griechischen Gott und reisen Sie mit Rollei und Fotograf Harald Kröher nach Kreta.“ So lautete sinngemäß der Gewinnspiel-Post auf der Rollei-Facebook-Seite. Spontan habe ich mit „Eros - Gott der Liebe“ geantwortet und Ende September bekam ich dann die Nachricht, dass ich den einwöchigen Fotoworkshop vom 30.09.2018 bis 06.10.2018 gewonnen habe!

Während dieser tollen Woche waren wir in einem voll ausgestatteten Ferienhaus in unmittelbarer Nähe zum Meer, mit ausreichend Platz für alle und Annehmlichkeiten wie Pool, Liegen und mehreren Balkonen. Genutzt haben wir diese eher selten, wir waren ja zum Fotografieren dort.

Ein Fototag

Unsere Workshop-Tage begannen gegen 7 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück und Besprechung des Programms, eine Stunde später waren wir unterwegs zum ersten Fotospot des Tages. Zurück kamen wir meistens gegen 19 / 20 Uhr. 12 Stunden volles Fotoprogramm jeden Tag. Die mitgebrachten Rollei Filterhalter mit Polfilter, Grauverlaufsfilter, ND Filter und Rollei Fernauslöser kamen dabei aufgrund der Lichtverhältnisse ständig zum Einsatz, sowie natürlich auch mein großes Reisestativ Rollei C6i Carbon Stativ.

Klippenakrobatik mit dem HS Freeze 6

HS Freeze 4 und 6

Workshopleiter, Fotograf Harald Kröher, hat dabei alle aktuellen Trends berücksichtigt und uns mit den neuesten Rollei Produkten vertraut gemacht. So hatte er unter anderem die zwei professionellen Studioblitze mit Akku, HS Freeze 4 und HS Freeze 6, im Gepäck, die wir ausgiebig in allen Modi testen konnten. Was für eine Erfahrung – kein Vergleich mit einem oder mehreren Aufsteckblitzen!

So kann man im „HSS Modus“ mit bis zu 1/8.000 Sekunde und im „Freeze Modus" mit bis zu 1/19.000 Sekunde blitzen. Kabellos dank Funkauslöser an der Kamera und einem Wechselakku am Blitz, der ca. 500 Blitze hält bevor er geladen werden muss. Mit dieser Konfiguration sind z.B. spektakuläre Portrait Außenaufnahmen möglich, wobei das Modell als Motiv im Vordergrund durch den 600 Watt starken Blitz auch am hellen Tag offenblendig wunderbar freigestellt werden kann. In Verbindung z.B. mit der Brandung gelingt es sogar, das Wasser optisch einzufrieren. Bilder sind dabei entstanden, die ich so noch nicht gesehen habe.

Fotografieren an der Brandung

„Delay“ Modus

Damit aber noch nicht genug. Die Blitze können auch im „Delay“ Modus betrieben werden. Delay = Verzögerung bedeutet in diesem Fall, dass der Blitz erst nach einer vorgegebenen Belichtungszeit ausgelöst wird und somit künstlerische Bilder mit unscharfen Bewegungen zum Beginn und einem scharfen Bildteil zum Ende der Belichtungszeit entsteht. Besonders hilfreich war für uns hierbei zusätzlich noch das dimmbare Einstelllicht, den wir in einer absolut dunklen Umgebung, einer uralten kretischen Zisterne (einem Wasserspeicher) nutzen konnten, um den Hintergrund des Gewölbes mit dem 2. Blitz aufzuhellen. Dabei zeigte sich für mich ein weiterer Vorteil der HS Freeze Porties: keine Kabel zur Stromversorgung, keine Kabel zur Kamera, keine Stolperfallen in den Motiven! Das bedeutet auch bei diesen entlegenen Motiven keine Schlepperei von Kabeln und Batterien. Eine deutliche Gewichtsersparnis.

Fotografieren mit der Delay Technik

Der Einsatz von Foto-Filtern

Aber nicht nur die Blitze überzeugten mich. Auch habe ich meinen Rollei Rechteck-Filterhalter Mark II ausgiebig genutzt. Insbesondere die Farbtreue des Polfilters und der Grauverlaufsfilter/ND Filter haben sich sowohl bei Farbaufnahmen wie auch bei Aufnahmen im schwarzweiß Modus erneut bewährt. So sind atemraubende Langzeitaufnahmen unseres Modells in der Meeresbrandung entstanden, wie auch kontrastreiche Schwarzweißbilder in felsigen Schluchten.

kontrastreiche Schwarzweißbilder in felsigen Schluchten

Fazit

Insgesamt habe ich in dieser Woche 1.597 Fotos aufgenommen. Zum Sichten der gesamten Bilder bin ich noch gar nicht gekommen. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass bei jedem Motiv, das wir aufgenommen haben, mindestens ein sehr gutes Bild entstanden ist. Die Bilder in diesem Blogartikel zeigen einen kleinen Ausschnitt meiner Fotos.

Dafür möchte ich insbesondere sowohl der Firma Rollei danken, als auch unserem Workshopleiter Harald Kröher. Gerade seine fotografische Kompetenz und sein technisches Know-How haben mich fotografisch sehr viel weiter gebracht. Nicht zu vergessen natürlich auch unser Modell, Ballettänzerin und Körperakrobatin Tanja Brunner, die auch bei schwierigen Bedingungen mehr als professionell gearbeitet hat.

Und auch die mitgereisten Workshopteilnehmer waren einfach klasse! Wir haben als gesamte Gruppe immer ruhig und sehr gut zusammengearbeitet, uns gegenseitig unterstützt und geholfen. Eine schöne Erfahrung so professionell in einem Team zu arbeiten.

Danke an euch Alle!

Hinter den Kulissen

Baan Doi Kalender

Die hier gewonnen Erfahrungen und Kenntnisse haben mich fotografisch extrem weitergebracht. Ich engagiere mich seit mehreren Jahren ehrenamtlich für ein Waisenhaus für von HIV/AIDS betroffene Waisenkinder im Norden Thailands (www.baandoi.org) und fotografiere jährlich den „Baan Doi Kalender“, der von den vermittelten Inhalten des Workshops zukünftig stark profitieren wird.

Fotograf: Guido Brüggen

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