Fotoshooting in der Eishöhle – 02: Die eisige Foto-Session

Fotoprofi Harald Kröher und zahlreiche Mitglieder des Rollei-Teams zog es im März 2018 ins Schweizer Tal Val Roseg, um ein spektakuläres Eisprinzessinnen-Shooting in einer bizarren Gletscherhöhle durchzuführen – und gleichzeitig verschiedene Rollei-Produkte unter härtesten Umweltbedingungen zu testen. Die Teilnehmer dieser extremen Foto-Safari brachten so viele Eindrücke mit zurück, dass dieser Bericht in drei Teile aufgeteilt werden musste. Nach Teil 1 – der mühevollen Anreise zum Gletscher – folgt heute die Beschreibung der eisigen Foto-Sessions …

Angekommen in der sehr dunklen und etwas unheimlich wirkenden Eishöhle, mussten zuerst die mitgebrachten Rollei HS Freeze 6 Studioblitze ausgepackt, betriebsbereit gemacht und platziert werden. An natürlicher Beleuchtung waren nur die Sonnenstrahlen vorhanden, die durch den ziemlich kleinen Eingang der Höhle ihren Weg auf das reflektierende Eis fanden. Trotz der millionenfachen Spiegelungen und Reflexionen konnte man sich nur in einem Sechstel des gesamten Innenraums ohne künstliche Illumination orientieren. Insgesamt fünf Blitzköpfe gingen mit auf die eisige Foto-Safari, je nach Motiv und Kameraperspektive plante Harald Kröher, drei bis fünf HS Freeze 6 auf unterschiedlich hohen Stativen und mit den jeweils passenden Vorsätzen synchron per Funk auszulösen.

Coole Eisprinzessin

Die grundsätzliche Idee hinter dem Shooting: Den Kontrast zwischen einer grazilen, festlich gekleideten "Eisprinzessin" und der archaischen Naturgewalt des Gletschers möglichst spektakulär und dramatisch festzuhalten. Dabei musste das weibliche Model nicht nur in unterschiedlichen Outfits in der Gletscherhöhle und auf der Eisbrücke über dem Zugang bei minus 26,5 Grad ausharren, sondern dabei auch immer möglichst natürlich und entspannt wirken. Die als Aufwärm-Gelegenheit gedachten benzinbetriebenen Heat-Packs versagten angesichts der unglaublichen Kälte nach kürzester Zeit komplett den Dienst. Die enormen Herausforderungen des 2 Stunden langen Shooting hat das Model wirklich vorbildlich gemeistert und sich die Krone der "Eisprinzessin" redlich verdient. Foto-Profi Harald Kröher war aber nicht nur von der Ausdauer und Kälteunempfindlichkeit der "coolen" Lady extrem angetan, auch das mitgeführte Rollei-Equipment verdiente sich den uneingeschränkten Respekt des erfahrenen Künstlers. Während des gesamten Shootings belichtete er mindestens 300 Mal und steuerte drei bis fünf Rollei HS Freeze mit dem auf dem Blitzschuh montierten Funksender.

Obwohl selbst seine High-End-Profi-Kamera nicht immer zuverlässig auslöste, konnte er sich auf die Funktionsfähigkeit und Leuchtkraft der Rollei-Blitze quasi blind verlassen. Die Akkus der am meisten beanspruchten Studioblitze waren nach der Abbau-Phase nicht komplett leer, die Ersatz-Akkus wurden selbst für einen Blitzkopf nicht benötigt, der die ganze Zeit über direkt auf dem klirrend kalten Boden der imposanten Eishöhle lag. Nach eigener Aussage hatte Harald Kröher in seiner bisherigen und sicherlich sehr abwechslungsreichen Laufbahn als international anerkannter Foto-Künstler keine vergleichbare Performance unter so extremen Umweltbedingungen erleben dürfen. Insbesondere die hohe Blitzleistung von 600 Ws in Kombination mit den sehr kompakten Maßen und dem niedrigen Gewicht von Akku und Blitzgerät beeindruckte Harald Kröher nachhaltig. Dabei konnte er zu jeder Zeit alle Blitzfunktionen uneingeschränkt in Anspruch nehmen – in der Eishöhle experimentierte er mit einer Art "umgekehrtem" HSS-Blitzen und tauchte die eigentlich sehr dunkle Gletscherhöhle vollständig in gleißendes Licht. Die Abermillionen natürlichen Prismen warfen das Licht in grünen und blauen Tönen zurück, der optische Effekt, den der Profi-Fotograf erzielte, wurde von den Expeditionsteilnehmer als wirklich überwältigend und surreal bezeichnet. Außerhalb des Höhleneingangs platzierte er das Model direkt auf der imposanten Eisbrücke und blitze im HSS-Modus gegen die Sonne. Sämtliche Bedienelemente blieben unabhängig von den durchweg unwirtlichen Temperaturen stets leichtgängig und voll einsatzbereit.

Die spektakuläre Einzigartigkeit dieses Shootings und der erzielten Ergebnisse speist sich aber nicht nur aus der Professionalität aller Beteiligten und der ungeheuren Zuverlässigkeit des eingesetzten Materials – auch die sich verändernden globalen Klimabedingungen sorgen dafür, dass immer weniger Gletscherhöhlen entstehen und dann auch gefahrlos betreten werden können. Der erfahrene Berg-Guide war sich überhaupt nicht sicher, ob sich eine vergleichbare Eishöhle wohl auch in der nächsten Saison bilden wird.

Die Expedition zur Eishöhle – Rollei HS Freeze 6 im Außeneinsatz

Der dritte und letzte Teil dieser kleinen Blogartikel-Serie behandelt dann das anschließende Testen der neuen Extremium-Rundfilter von Rollei in der bezaubernden und unendlich wirkenden Berg-Silhouette des Schweizer Val Roseg Tals …

 

PASSENDE ROLLEI PRODUKTE

Fotografen: Harald Kröher und Thomas Güttler
Videograf: Stefan Schaumeier