Alpen-Fotografie: auf Hannibals Spuren

Rollei hat die beiden Abenteurer und Fotografen Hofschulz und Schoppa mit hochwertigen Rollei Produkten ausgestattet. Unter anderem mit Hilfe dieses Equipments halten Sie Ihre Abenteuer fest, aber lesen Sie und sehen Sie selbst. Dieses Mal haben Sie sich zu einem Fotografie-Abenteuer in die Alpen aufgemacht:

Mit 37 Elefanten, 50.000 Soldaten und 9.000 Reitern machte sich der karthagische Heerführer Hannibal im Jahr 218 vor Christus auf den Weg, die Alpen zu überqueren. Von der Rhône zog er in die Berge und stieg über einen Pass hinunter in die Po-Ebene. Diese Alpenüberquerung dauerte nach Überlieferungen 16 Tage und kostete viele Soldaten und fast alle Elefanten das Leben.

Hofschulz & Schoppa Photography

Nicht ganz so aufwändig, aber voller Erwartungen planten wir unsere Alpenüberquerung. Einige Wochen haben wir uns für diese Touren genommen.
Wir packten unseren Geländewagen, montierten den Dachträger von Frontrunner sowie einen Wassertank darauf. Unser Schlafplatz verlagerte sich per Dachzelt auf das Dach des Wagens. Für die Abenteuer, die uns in den Alpen erwarten sollten waren wir bestens vorbereitet.

Hofschulz & Schoppa Photography

Unser Ziel war es die Schönheit der Westalpen und deren Natur zu erkunden und natürlich auch zu fotografieren. Zudem war diese Tour eine gute Möglichkeit unseren Geländewagen so richtig zu nutzen, auszutesten und an seine Grenzen zu bringen.
Im August starteten wir in Richtung Gardasee, von dort aus direkt nach Demonte in der Region Piemont. Die gewaltigen Berge kamen uns immer näher und wir freuten uns sehr auf die bevorstehende Alpentour. Die nächsten Wochen würden wir hauptsächlich abseits regulärer Straßen fahren, Schotterwege und wirklich dramatische Bergpässe, wobei wir nie gedacht hätten, so etwas einmal selbst mit einem Geländewagen zu fahren.

Bis zu 3.000 m fuhren wir mit unserem Geländewagen auf das Dach Europas

Das Highlight sollte der Col de Sommeiller werden. Die höchste befahrbare Bergstraße in Europa. Am Ende ein Plateau auf dem bis in die 50iger Jahre noch ein Hotel stand, welches nach einem Lawinenabgang und dem Rückgang des Sommelier Gletschers aufgegeben wurde. Im Jahr 2007 hat man die letzten Überbleibsel des Hotels dem Erdboden gleich gemacht. Die Reste des einst riesigen Gletschers sind noch zu sehen.

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Acht Alpenpässe haben wir befahren, jeder dieser Pässe hat seine Herausforderungen. Ab 2500 m wird die Luft immer dünner, das heißt der Luftdruck ist nur noch ¾ des normalen Wertes. Dieses macht sich bei uns und natürlich auch beim Fahrzeug bemerkbar. Die Motorleistung lässt nach und beim umherwandern auf den Bergen merkt man den verminderten Sauerstoffgehalt schon deutlich.

Hofschulz & Schoppa Photography

Einzigartige Landschaften, von heißer Einöde wie auf dem Weg zum Col de Papillon bis hin zu einem wunderschönen Bergsee auf knapp 2800m in einer unbeschreiblichen Farbenpracht. Bis 1945 wurden dort noch Forts gebaut und diese Pässe wurden als Verteidigungsstraßen genutzt. Heute sind es wunderschöne naturbelassene Schotterstraßen die von Offroad-Fahrern, Bikern und Wanderern erkundet werden. Nirgendwo in Europa kann man die Schönheit der Alpen auf freigegebenen Wegen noch so erleben.

Hofschulz & Schoppa Photography

Einen hohen Anspruch an den Fahrer und den Geländewagen hat die ligurische Grenzkammstraße (Nord und Süd), eine Schotterstraße mit sehr steilen Abhängen die hunderte von Metern in die Tiefe führen. Vorbei am Fort Central, eine Festung, die im ersten Weltkrieg ihren Einsatz fand.

Hofschulz & Schoppa Photography

Bevorzugt übernachteten wir an wunderbaren und ungestörten Plätzen in freier Natur. Durch die höhe der Standorte waren wir mit unserem Dachzelt den Sternen und der Milchstraße noch nie so nah. Wir wachten immer mit einem Grinsen im Gesicht auf, wenn uns am Morgen das Alpenglühen in den Bergen weckte.

Hofschulz & Schoppa Photography

Die reine Luft, die wunderbar duftenden Alpenblumen und Kräuter waren ein Genuss. Überrascht waren wir über eine ganze Bergwiese voller Edelweiss, welcher seit 1886 unter Naturschutz steht. Es ist sehr beeindruckend wie sich die Natur, auch in über 2400 m höhe durchsetzt.

Hofschulz & Schoppa Photography

Die Schönheit der West-Alpen hat uns eine wunderbar unvergessliche Zeit beschert und die Begeisterung für Berglandschaften ist noch um vieles mehr gestiegen. Diese Tour wird definitiv in großartiger Erinnerung bleiben und einige der besuchten Orte werden auch sicher in Zukunft zur Alpen-Fotografie wieder angesteuert.

Hofschulz & Schoppa Photography

6. Januar 2017 | Erfahrungsberichte |

Eine Antwort auf „Alpen-Fotografie: auf Hannibals Spuren“

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