Foto Filter – Tipps zum Fotografieren und Kaufen

Wenn Sie Ihre Fotos auf ein höheres Level bringen möchten, sollten Sie Foto Filter verwenden. Es gibt zahlreiche Auswahlmöglichkeiten dafür. Damit Sie wissen, auf was Sie beim Kauf eines Foto Filters und beim richtigen Einsatz der Filter achten sollten, damit Sie noch mehr aus Ihren Bildern herausholen können.

Objektivfilter oder auch Vorsatzfilter für Sucher- und Spiegelreflexkameras sind auch nach der digitalen Revolution der Fotografie weiterhin im Einsatz und werden entsprechend nachgefragt. Aber: Manche Filterarten sind fast vollständig verschwunden, einige haben an Bedeutung hinzugewonnen und andere werden erfolgreich „zweckentfremdet“. Nachfolgend finden Sie erst ein paar Worte zu Vor- und Nachteilen der verschiedenen Bauweisen, dann eine Übersicht der gängigsten Varianten mit Beschreibungen zur effektiven Anwendung sowie unser jeweiliges Fazit.

Foto Filter: lieber rund oder rechteckig?

Vorsatzfilter gibt es in runder oder rechteckiger Bauweise. Runde Foto Filter müssen dem jeweiligen Objektivdurchmesser entsprechen und können direkt aufgeschraubt werden. Größere Durchmesser sind durch entsprechende Adapter auch an Objektiven mit geringerem Umfang verwendbar, die umgekehrte Nutzung kann zu Abschattungen im Randbereich führen und sollte daher vermieden werden.
Rechteckige Foto Filter werden an Filterhaltern befestigt, können gedreht und vertikal (bzw. bei entsprechender Drehung des Halters auch horizontal) verschoben werden. Durch den Einsatz von Filter-Haltern in unterschiedlichen Durchmessern kann ein rechteckiger Foto Filter an verschiedenen Objektiven genutzt werden. Auch hier gilt, dass mit Hilfe von Adapterringen unterschiedliche Filter-Halter an Objektiven mit geringerem Durchmesser montiert werden können.

Rollei ND 1000 Filter Rollei UV Filter 58 mm 26003 AR ND8_70x70 front 26000 Soft nano IR GND8_70x100

Bei runden Foto Filtern ist die Montage direkt am Objektiv ein großer Vorteil. Durch die abstandslose Montage werden Lichtlöcher – auch Licht Lecks genannt – minimiert. Der große Vorteil von rechteckigen Foto Filtern liegt in der Flexibilität. Als Fotograf benötigen Sie für individuelle Situationen und Motive höchste Anpassbarkeit und flexible Einstellungsmöglichkeiten des Filter Systems. Sie können bei einigen eckigen Filterhaltern bis zu vier Foto Filtern zeitgleich verwenden. Dabei können Sie die Filter Halterung drehen und jeden einzelnen Filter individuell auf der vertikalen Ebene verschieben. So entsteht eine sehr großzügige Individualität, die man in Ihren Bildern erkennen kann.

Fazit „runde Filter vs. eckige Filter“:
Für runde Filter spricht die sofortige Einsatzbereitschaft und die geringere System-Komplexität. Rechteckige Foto Filter erlauben kreativere und individuelle Einstellungen und sind flexibler einsetzbar. Weiterhin spielt nicht nur der Anspruch an professionelle Foto Ergebnisse eine Rollei, sondern natürlich auch das zu investierende Budget. Beides passt aber jeweils gut zusammen. Hochwertige Rechteckfilter inklusive Filterhalter haben ihren Preis. Für eine langfristige Anwendung lohnt es sich auf jeden Fall einen hochwertig verarbeiteten Foto Filter zu kaufen. Ihre Ergebnisse werden ihnen dies bestätigen.
Für kurz- und mittelfristige Filter Lösungen, die passgenau an bestimmte Objektive montiert werden sollen, reichen runde Foto Filter völlig aus. Die Einsätze sind etwas beschränkter und der Anspruch an die Foto Ergebnisse nicht ganz so hoch, wie bei Rechteckfiltern.

UV Filter

Eine sehr bekannte Foto Filterart ist der UV Filter oder auch UV Sperrfilter.
Das für das menschliche Auge eigentlich unsichtbare ultraviolette Licht trifft auch auf die belichtungsempfindlichen Schichten von Filmen oder den Bildsensor von Digitalkameras. Das UV-Licht kann sowohl einen leichten Blaustich auslösen, der während der Aufnahme nicht zu erkennen ist und durch chromatische Aberration Unschärfen verursachen. Diese beiden, in der Regel eher ungewollten Effekte werden durch den Einsatz eines UV-Schutzfilters wirkungsvoll verhindert.

Durch die hohe optische Güte moderner SLR-Objektive und die vielfältigen Möglichkeiten der nachträglichen Bildbearbeitung und -korrektur durch entsprechende Programme werden UV-Schutz-Filter eigentlich nicht mehr benötigt, aber trotzdem gerne als Schutz-Linse „zweckentfremdet“. Die kaum wahrnehmbare Gelb-Tönung nimmt üblicherweise keinen Einfluss auf die Farb-Balance, lediglich das Vorhandensein einer weiteren Optik im Weg des Lichts kann eventuell leichte Spiegelungen oder Reflexe verursachen.

Fazit „UV Filter“:
Der UV-Sperrfilter gehört also nicht mehr zu den absoluten „Must-Haves“. Genau genommen zählen auch Skylight-Filter zu der Gruppe der UV Filter. Diese eignen sich aber noch weniger als ständiger Objektiv-Schutz, da sie doch spürbare Farbverschiebungen im Rot-Bereich hervorrufen. Empfehlung: Investieren Sie lieber in andere Foto Filter, als in einen UV Filter.

Polfilter

Polfilter – auch Polarisationsfilter oder CPL Filter genannt – haben besonders zwei Eigenschaften, die Sie als Hobby- oder Profi-Fotograf auch noch im digitalen Zeitalter weiterhin interessant bis hin zu notwendig halten können.CPL Filter_shutterstock_121109029-klein

Hochwertige Polarisationsfilter können Spiegelungen und Reflexionen auf nichtmetallischen Oberflächen eliminieren. Das heißt, wenn Sie in einen See fotografieren, können Sie mit Hilfe eines Polfilters durch die Wasseroberfläche hindurchsehen, sofern keine Pflanzen oder Schmutz dies verhindern. Oder Sie fotografieren ein Schaufenster und werden durch den richtigen Einsatz vom Polfilter durch die Schaufensterscheibe durchsehen können.

Die zweite Eigenschaft eines CPL Foto Filters ist die Verstärkung/Intensivierung von Farben. Zum Beispiel das Blau des Himmels wird selektiv satter und dunkler erscheinen, als ohne Polfilter. Die Kontraste werden erhöht und so entsteht ein klareres Bild. Sättigungen verändern Sie heutzutage relativ einfach auch selbst mit günstigen Bildbearbeitungsprogrammen, die Entfernung von Spiegelungen und Reflexionen wiederum erfordert einen wesentlich größeren Aufwand, sofern dies digital überhaupt noch möglich ist. Motive-Bestandteile, die ursprünglich von Reflektionen oder Spiegelungen verborgen wurden, müssen im Zweifel durch Retusche vervollständigt oder nachgebaut werden.

Die oben beschriebenen Wirkungen werden von Polfiltern durch das selektive Blockieren von bestimmten, polarisierten Lichtanteilen erzielt. Je stärker das Ursprungslicht, desto deutlicher erscheint der Polarisations-Effekt. Der Polfilter ist drehbar gelagert, tatsächlich beschränkt sich die Anwendung aber auf einen Winkelbereich von 0 bis 90 Grad, je nachdem, in welcher Position Sie sich zur Lichtquelle befinden.

Fazit „Polfilter“:
Polarisationsfilter gehören weiterhin in die Fototasche von Hobby- und Profifotografen, da das kreative Spiel mit Spiegelungen und Reflektionen durch kein anderes analoges oder digitales Hilfsmittel ermöglicht wird. Der effektive Umgang mit Polfiltern erfordert zwar etwas Übung, von Vorteil ist aber die sofortige Sichtbarkeit der Ergebnisse. Bedenken sollten Sie auch, dass sehr kurze Brennweiten (Weitwinkel, Fisheye, etc.) sich nicht für den Einsatz mit Polfiltern eignen, da sich durch die Wölbung des Bildes die Blockierung des polarisierten Lichts nur im Mittelpunkt zeigen könnte und so ein dunkler Fleck entstehen könnte.

ND Filter

Diese auch Graufilter, Neutraldichtefilter oder Neutral-Filter genannten Foto Filter erleben durch den Erfolg digitaler Kameras eine echte Renaissance und finden besonders bei Langzeitbelichtungen/längeren Verschlusszeiten rege und sinnvolle Verwendung.

ND Filter reduzieren durch eine homogene Graufärbung in unterschiedlichen Intensitäten den Lichteinfall auf den analogen Film oder elektronischen Bildsensor, um eine oder mehrere Blendenstufen. Diese Reduzierung ist notwendig, wenn für Langzeitbelichtungen die Blende geräteseitig nicht mehr weiter geschlossen werden kann. Gerade moderne Digitalkameras werden immer lichtempfindlicher, künstlerische Langzeitaufnahmen sind daher fast nur noch unter Einsatz von ND Filtern möglich.

Straße_shutterstock_278833619-klein Wasserfall_shutterstock_94583623-kleinLangzeitbelichtungen werden typischerweise eingesetzt, um Bewegungen fließender einfangen zu können, wie Nebelschwaden, Wolkenwanderungen, Wasserfälle oder die charakteristischen Bewegungsschlieren. Architektur- und Landschaftsfotografen belichten extrem lange, um Personen und Fahrzeuge aus dem Motiv zu eliminieren.

Bei Neutraldichtefiltern kommt es hauptsächlich auf eine wirklich neutrale Graufärbung und die hochwertige Verarbeitung der Filter an, damit keine störenden Farbstiche erzeugt werden.

Fazit „ND Filter“:
ND Filter gehören neben dem Polfilter zur Standardausrüstung von Fotografen. Je professioneller Sie fotografieren möchten, umso mehr unterschiedliche ND Filter haben Sie. Bei Motiven/Situationen mit starkem Lichteinfall und einer geringfügig längeren Belichtungszeit kann speziell bei Digitalkameras mittlerweile nicht mehr auf Neutraldichtefilter verzichtet werden.

GrauverlaufsfilterSonnenuntergang shutterstock_132841829-klein

Grauverlaufsfilter werden auch GND Filter genannt und dies wird zurückgeführt auf: „Graduated Neutral Density“. „Graduierungen neutraler Densität“ ermöglichen es ambitionierten Fotografen, Verlaufseffekte bereits während der Aufnahme prüfen und anwenden zu können. Auch hier ist die Neutralität der Graufärbung besonders wichtig, um keine Farbinformationen des Original-Motivs zu verlieren. Sicherlich haben digitale Bildbearbeitungsprogramme diese Gestaltungsfilter auch im Portfolio, die Qualität „echter“ Verlaufsfilter liegt aber schon deutlich höher als die nachträgliche Einfärbung mit Farbflächen unterschiedlicher Transparenz. Grauverlaufsfilter schöpfen erst das gesamte Potential ihrer Möglichkeiten aus, wenn sie horizontal oder vertikal verschoben werden können, also in rechteckiger Form in Halterungen auf dem Objektiv ruhen.

Sonnenuntergänge udn Sonnenaufgänge sind typische Beispiele für den sinnvollen Einsatz von GND Filtern. Sie filtern das Licht um den hellsten Punkt herum, sodass die Sonne als Punkt auf Fotos erkennbar wird. Oft werden die unterschiedlichen Foto Filter auch gemeinsam angewendet. So zeigen die nächsten beiden Bilder das Originalfoto ohne Verwendung von Foto Filtern und dann das Ergebnis aus der Verwendung eines Polfilters und eines Grauverlaufsfilters.

Shanghai-GND-CPL-With Shanghai-GND-CPL-Without

Fotograf: Paul Reiffer

Bei den Grauverlaufsfiltern unterscheidet man zwischen drei Typen, die es jeweils auch noch in unterschiedlichen Varianten gibt.

1. Soft GND Filter – Ein Grauverlaufsfilter, der einen weichen Verlauf hat.
2. Hard GND Filter – Ein Grauverlaufsfilter, der einen harten Verlauf hat.
3. Reverse GND Filter – Ein Grauverlaufsfilter, der einen umgekehrten Verlauf hat.

Fazit „Grauverlaufsfilter“:
Hochwertige Grauverlaufsfilter erzeugen Verlaufseffekte besonderer Qualität. Oft werden mehrere GND Filter zeitgleich zum Einsatz gebrach – je nach Motiv. Eine digitale Nachbearbeitung kann die in der Foto-Situation festgehaltenen Informationen nicht nachstellen.

Effektfilter

Neben den oben beschriebenen Filtertypen gibt es (noch) ein breites Feld spezieller Trick- oder Effektfilter. Diese einzeln aufzuführen, würde erstens den Umfang dieses Beitrages sprengen und zweitens keinen echten Mehrwert für Sie als Leserin oder Leser darstellen, da selbst in der Blütezeit dieser optischen Spielereien nur selten echte Verbesserungen oder künstlerische Aufwertungen der jeweiligen Motive erzeugt wurden. Sterne, Prismen-Effekte oder übertriebene Weichzeichnungen setzt der Profi (wenn überhaupt) nur äußerst selten ein. Für diese Anwendungsfälle reichen die Möglichkeiten moderner Bildbearbeitungs-Apps vollkommen aus.

Fazit „Effektfilter“:
Optische Effektfilter werden heutzutage fast überhaupt nicht mehr eingesetzt. Nicht nur Puristen begrüßen das fast vollständige Verschwinden dieser Filter-Familie.

Bei professionellen Foto Filtern geht es primär darum, realitätstreu die Motive abzubilden und Effekte, die als statisches Bild schwer festzuhalten sind, zu zeigen. Ihre Fotos sehen dadurch künstlerisch aus, sind jedoch real und keine künstlichen nachbearbeiteten Nachbearbeitungen.

Foto Filter aus echtem Glas

Zu guter Letzt gibt es noch den Punkt des Materials, auf welches Sie beim Kauf eines Filters achten sollten. Viele herkömmlichen Foto Filter sind rund und aus Kunststoff. Auch viele rechteckigen Filter sind aus Kunststoff. Bei Verwendung eines einzelnen Filters sind die negativen Auswirkungen kaum sichtbar. Mit einem geschulten Blick jedoch sieht man einen Unterschied zu Fotos, die mit einem hochprofessionell gefertigtem Foto Filter gemacht wurden.

Grundsätzlich sind Foto Filter, die aus echtem Glas gefertigt sind, professioneller und hochwertiger und zeigen tendenziell ein besseres Ergebnis. Die hochwertige Verarbeitung des Glases ist dabei entscheidend. Die Beschichtungen von beiden Seiten ist ein Bestandteil von Qualitätsmerkmalen von Foto Filtern.
Eine Nano Vergütung zur Wasser- und Ölabweisung ist ebenfalls von großem Vorteil.
Qualitätsmerkmal ist zum Beispiel optisches HD Glas H-K9L. Ein Beispiel für eine hochwertige Filter-Verarbeitung finden Sie hier:

Glasschichten Foto Filter

18. Januar 2016 | Allgemein, Foto Filter |

Eine Antwort auf „Foto Filter – Tipps zum Fotografieren und Kaufen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Erlaubte Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>